Politik

Keine Dienstverträge: Lösung für Bachelor-Absolventen soll kommen

Wie die "SN" berichteten, haben rund 150 Lehramt-Absolventen zwar einen Abschluss - sie dürfen aber dennoch nicht als Lehrer angestellt werden. Nun soll es eine Lösung geben.

Betroffen sind Studierende der Uni Salzburg und des Mozarteums. SN/robert ratzer
Betroffen sind Studierende der Uni Salzburg und des Mozarteums.

Die Salzburger Parlamentsabgeordnete Gertraud Salzmann (ÖVP) spricht davon, dass das entsprechende Gesetz saniert werden soll: Eine Ergänzung werde nächste Woche im Parlament diskutiert. Dadurch wären die Abschlüsse der Jahrgänge 2013, 2014 und 2015 gleichwertig mit vorherigen. "Ich kann aber freilich die Entscheidung des Parlaments nicht vorweg nehmen", sagt Salzmann. Die Lösung sei in enger Zusammenarbeit mit Minister Heinz Faßmann entstanden. "Mir ist wichtig, dass wir die Studenten nicht im Stich lassen", sagt Salzmann.

Das Problem entstand, weil die Uni Salzburg und das Mozarteum Vorreiter sein wollten: Sie boten daher schon im Herbst 2013 als einzige in Österreich eine achtsemestrige Ausbildung zum "Bachelor of Education" an - obwohl noch nicht alle Gesetzestexte an die neue Rechtslage angepasst waren.

Jetzt, fünf Jahre später, rächt sich dieses Vorpreschen, wie es scheint. Denn die rund 150 Absolventen der drei "Starterjahrgänge" 2013, 2014 und 2015 haben mit mehreren Problemen zu kämpfen, wie die Hochschülerschaften an der Uni Salzburg, der Pädagogischen Hochschule sowie am Mozarteum aufzeigen.

Das erste Problem ist, dass die Absolventen dieses Curriculums nach der fertigen Bachelor-Ausbildung nicht an einer Neuen Mittelschule (NMS) unterrichten dürfen - obwohl das mit dem Nachfolge-Curriculum 2016 möglich ist. Und, obwohl gerade an den NMS der größte Lehrermangel herrscht, sagen Kritiker.

Das Hauptproblem ist aber: Die dienstrechtliche "Anstellbarkeit" dieser 150 Absolventen des Curriculums 2013-2015 an Gymnasien (AHS) und Berufsbildenden Höheren Schulen (BHS) ist nur gegeben, wenn der Landesschulrat einen Sondervertrag (L1) genehmigt, der aber immer nur für ein Jahr befristet vergeben werde, erläutert Maximilian Wagner, Studentenvertreter an die Uni sowie an der Pädagogischen Hochschule: "Ein Problem gab es schon 2017 mit jenen Absolventen, die sich etwa in Vorarlberg beworben haben. Da hieß es: ,Der Abschluss aus Salzburg ist unbekannt und wird nicht anerkannt.' Und dort gab es auch keine Möglichkeit für Sonderverträge." Dazu kommt, dass durch das neue Dienstrecht ab 1. September 2019 Sonderverträge bundesweit abgeschafft werden sollen.

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Aufgerufen am 15.12.2018 um 01:26 auf https://www.sn.at/salzburg/politik/keine-dienstvertraege-loesung-fuer-bachelor-absolventen-soll-kommen-62165512

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