Wirtschaft

Marcel Hirscher zur Übernahme von Skigebiet Dachstein West: "Das ist ein großes Geschenk für die Region"

Wie Salzburgs Ski-Superstar Marcel Hirscher zur Übernahme des Familienskigebiets Dachstein West durch den Salzburger Raiffeisenverband steht.

Ski-Idol Marcel Hirscher. SN/APA/HANS KLAUS TECHT
Ski-Idol Marcel Hirscher.

"Das ist ein riesengroßes Geschenk für die Region." Das sagt Skistar Marcel Hirscher zum Angebot des Salzburger Raiffeisenverbandes (RVS), die Bergbahnen Dachstein West zu übernehmen - und kräftig zu investieren. Mit dem Bau der Donnerkogelbahn sei vor einigen Jahren der erste Schritt erfolgt, jetzt könnten weitere folgen. Dachstein West sei ein schönes Familienskigebiet, das mit traumhafter Natur punkte, betont Hirscher. Wenn jetzt auch die Infrastruktur auf den letzten Stand gebracht werde, sei das eine großartige Geschichte für die ganze Region, die auch vom Tourismus lebt - vom Wirt über den Privatzimmervermieter bis zum Hotelier.

"Für mich persönlich ist es eine Herzensangelegenheit, dass das Skigebiet weiter existiert. Es wäre für mich undenkbar, wenn es bei uns keine Lifte mehr geben würde." Hirscher selbst hat als Kind in seiner Heimatgemeinde Annaberg die ersten Schwünge in den Schnee gezaubert. Und auch heute kehrt er immer wieder auf seine Heimatpisten zurück, um zu trainieren.

Finanzielle Mittel werden dringend benötigt

Der Raiffeisenverband bestätigte am Dienstag seine Bereitschaft, die Bergbahnen Dachstein West (Annaberg und Rußbach) zu 100 Prozent zu übernehmen - um einen symbolischen Euro. "Die Seilbahnunternehmen brauchen dringend Investitionen, wobei dazu geänderte Besitzverhältnisse notwendig sind", erklärte Andreas Derndorfer, Mitglied der RVS-Geschäftsleitung. Die Gesellschaft sei durch teilweise schneearme Winter in Schieflage geraten. Durch Investitionen in technische Beschneiung soll künftig auch in schneearmen Wintern der Skibetrieb ab Dezember sichergestellt werden. "Die dafür notwendigen finanziellen Mittel können vom RVS und vom Land Salzburg bereitgestellt werden."

Das Konzept sei fertig, betont Derndorfer. Nun müssten die Eigentümer und der RVS in die Umsetzung gehen. Derndorfer macht deutlich, dass auch die übrigen Gesprächspartner ihren Anteil an der Weiterentwicklung der Region übernehmen müssten. "Die Seilbahn, die touristischen Betriebe und die Grundbesitzer müssten an einem Strang ziehen, wenn die touristische Wertschöpfung im Lammertal gesteigert werden soll - trotz harter Konkurrenz." Die Bereitschaft des RVS, die Bergbahnen Dachstein West zu übernehmen, stehe unter dem Vorbehalt einer Zustimmung aller befasster Entscheidungsgremien. Auch die Bundeswettbewerbsbehörde sei bei einer Übernahme zu befassen.

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