Wirtschaft

Trotz Corona-Rückschlägen: Ski amadé investiert 66 Millionen Euro in Erneuerungen

Die neue Wintersaison steht vor der Tür, die Wunden zweier pandemiegeprägter vergangener Saisonen sind noch frisch - doch Salzburgs größter Liftverbund Ski amadé haut wieder auf den Putz. Und reagiert auf ein Corona-Urteil.

Im Skiverbund amadé sind wieder Investitionen geplant. SN/APA/BARBARA GINDL
Im Skiverbund amadé sind wieder Investitionen geplant.

Die Umsatzeinbrüche im Winter 2020/2021 hatten es in sich. Durch die Bank mussten Österreichs Skigebiete Einbußen von 80 Prozent und mehr verdauen. Im Salzburger Ski amadé stellte sich dies so dar: "Durch die strengen Ein- und Rückreisebedingungen für Touristen konnten in Summe nur 1,5 Millionen ,Skier Days' erzielt werden - in der vorangegangenen Saison waren es noch sieben Millionen."

Wolfgang Hettegger, Präsident von Ski amadé, sagt angesichts weitgehend leerer Pisten des vergangenen Winters: "Für die heimischen Wintersportler war es ein einzigartiges Sporterlebnis."

Auf Pisten wie hier am 19. Dezember 2020 auf der „Roten Achter“ zwischen Flachau und Wagrain tummelten sich Tourengeher. SN/christian Sprenger
Auf Pisten wie hier am 19. Dezember 2020 auf der „Roten Achter“ zwischen Flachau und Wagrain tummelten sich Tourengeher.

Darauf will der Liftverbund in der dargebotenen Form aber gerne verzichten. Im Gegenteil: Wie vor praktisch jeder Saison kündigt Ski amadé auch diesmal wieder große Investitionen an. 66 Millionen sind es dieses Jahr, ähnlich wie in den Jahren davor. Der Grund: "Wir glauben an den Skitourismus und freuen uns, die Österreicher, aber auch Skifans aus dem Ausland, mit lang geplanten Neuerungen auf den Pisten wieder willkommen zu heißen", sagt Hettegger

Zukunftsinvestitionen betreffen zwei neue Seilbahnen in den Skigebieten Snow Space Salzburg und Filzmoos. Im Snow Space Salzburg (Flachau, Wagrain und St. Johann) weicht die 33 Jahre alte Kabinenbahn Flying Mozart einer neuen 10er-Gondelbahn, inklusive Sitzheizung und WLAN in allen Gondelkabinen. In weniger als elf Minuten Fahrzeit können bis zu 4000 Skigäste pro Stunde befördert werden.

Über innovatives Design, neueste Technologie-Standards und Wetterschutzhauben können sich auch Gäste in Filzmoos freuen. Die neue 6er-Sesselbahn "sixpack Mooslehen" ersetzt die über 30 Jahre in Betrieb gewesene Doppel-Sesselbahn und kann nun mit einer Fahrgeschwindigkeit von 5,5 Metern pro Sekunde bis zu 2000 Personen in der Stunde befördern.

Kostenloses Storno für Saisonkarte

Auch der Rechtsstreit um Dauerkarten aus der zwangsweise früh abgebrochenen Wintersaison 2019/2020 blieb bei Ski amadé nicht ohne Auswirkungen. Der Liftverbund wurde nun in zweiter Instanz dazu verdonnert, Kunden anteilig jene Skitage zurückzuerstatten, die sie nicht konsumieren konnten.

Ski amadé hat dazu öffentlich noch nicht Stellung genommen - aber zumindest in einer anderen Form reagiert. Um den Gästen die Unsicherheit beim Saisonkartenkauf zu nehmen, können diese Tickets bis zum 12. Jänner 2022 kostenlos storniert werden, wenn sie bis dahin ungenutzt sind.

3-G-Regel in Liften, Hütten und Hotels

Wie in vielen Bereichen des alltäglichen Lebens werden im kommenden Winter die 3-G-Regel (geimpft, getestet, genesen) im Skigebiet, in den Hütten und den Hotels sowie eine FFP2-Masken-Pflicht in geschlossenen Gondeln, Liften und Gebäuden im Skigebiet gelten. Beim Après-Ski wird sich an den Regeln der Nachtgastronomie orientiert.

In einer am Mittwoch veröffentlichten Mitteilung von Ski amadé heißt es dazu: "Dass das Hygiene- und Sicherheitskonzept funktioniert, zeigen auch die Zahlen der vergangenen Saison: Wie der Fachverband der Seilbahnen Österreichs bestätigt, ist es laut der österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) in den heimischen Skigebieten zu keinerlei Ansteckungshäufungen oder Cluster-Bildungen gekommen."

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