Wirtschaft

Neue Eistrends in der Salzburger Altstadt reichen von Sauerampfer bis Kokos-Physalis

Jedes Jahr wartet die Eisbranche mit neuen, verrückten Eissorten auf: Ein Lokalaugenschein in den Eisdielen der Salzburger Altstadt.

Auf Bioeis aus Schafmilch setzt der Flachgauer Eisproduzent Eisl Eis an seinem Standort in der Getreidegasse. Produziert wird am eigenen Biobauernhof in Abersee am Wolfgangsee. Von Graumohn bis Kokos-Physalis gibt es ein wöchentlich wechselndes Angebot an der Eistheke. Eine der beliebtesten Sorten ist der Klassiker Pistazie.

Ebenfalls in der Getreidegasse befindet sich seit 1958 die Eisgrotte. Dort gibt es eine Auswahl an klassischen, altbewährten Sorten. Bei Touristen besonders beliebt ist das Mozartkugeleis. Die Eisdiele wartet zudem mit einem besonderen Zuckerl für ihre Kunden auf: Der Preis für die Kugel Eis ist seit dem Jahr 2008 gleich und liegt bei einem Euro.

Ein paar Schritte entfernt ist die nächste Eisdiele: Moritz Eis nutzt für seine Kreationen Zutaten aus aller Welt wie etwa Vanille aus Madagaskar oder belgische Schokolade. Das Eis wird dort nicht in Kugeln portioniert, sondern großzügig in die Waffel "gespachtelt". Produziert wird es bei dem bekannten Salzburger Eishersteller Icezeit.

Zuckerarme und vegane Eissorten

Der werkt am Hanusch-Platz an einem völlig neuen Eisangebot, dem zuckerreduzierten Ketoeis. Icezeit-Gründer Hannes Schwenter und Thomas Beuchel: "Wir möchten in Zukunft mehr Abstand zum raffinierten Industriezucker in unserem Eis gewinnen." In dieser Saison neu bei Icezeit: die Eissorten Red und Green Smoothie. Dafür werden auf Sorbetbasis rote Früchte mit Blutorange gemischt. Für die grüne Variante kommt Blattspinat in Kombination mit Basilikum, Banane und Matcha zum Einsatz.

Gleich gegenüber bietet das Salzburger Familienunternehmen Höfinger Bioeis aus Eigenproduktion an. In der Eistheke finden sich Hafermilcheis, Kokosmilcheis und zuckerarme Sorten. Eisverkäuferin Julia Kronlachner: "Wir setzen auf moderne Trends und haben viel veganes Eis auf Hafermilchbasis im Angebot."

Eisläden in der Linzer Gasse

Unter dem Motto "Aus Muuh! wird Wow!" verkauft der Eis Greissler in der Linzer Gasse seine kühlen Gaumenfreuden. Buttermilchkeks sei ein Verkaufsschlager, genauso wie Zotter-Schokolade, Sauerampfer oder Ziegenkäse, zählt die Verkäuferin beim Eis Greissler auf.

Original italienisches Gelato bekommt man in der Gelateria la Romana in der Linzer Gasse. Bei der Wahl der Eissorte sind Italienischkenntnisse von Vorteil. Das Angebot reicht von "Cremino al pistacchio" über "Stracciatella al tè verde matcha" bis hin zu "Biscotto della nonna".

Der Gewinner des Gelato-Festivals in den Jahren 2018 und 2019 bietet am Platzl seine Spezialitäten im Alpz Gelato & Café an und setzt dabei auf Lokalkolorit. Besonders gefragt seien Sorten wie Mozartkugel und Salzburger Nockerl. "Meine Lieblingssorte ist allerdings das Cheesecake royal", verrät Kirsten Karaarslan, die das Café gemeinsam mit Ehemann Celal führt.


Österreich hinkt bei Eiskonsum hinterher

Die europäischen Spitzenreiter beim Pro-Kopf-Absatz von Speiseeis pro Jahr sind die Belgier. Dort werden pro Person 16 Kilogramm Eis verspeist, gefolgt von Portugal mit 14 Kilogramm und Polen mit 13 Kilogramm. Weit abgeschlagen sind Italien mit 6,3 Kilogramm pro Person und Deutschland mit 4,3 Kilogramm pro Person.

Die Österreicher verputzen pro Jahr gar nur 2,2 Kilogramm Speiseeis. Noch weiter hinter liegt die Schweiz mit 2,03 Kilogramm Eis pro Person.

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