Bundesliga

Red Bull Salzburg erreicht nur 2:2 gegen St. Pölten

Meister und Tabellenführer Red Bull Salzburg musste sich in der Fußball-Bundesliga gegen St. Pölten mit einem enttäuschenden 2:2-Remis begnügen. Die Bullen gaben gegen die biederen Niederösterreicher eine 2:0-Führung aus der Hand.

Der LASK siegte bei WSG Tirol mit 2:0 und kam bis auf einen Punkt an Salzburg heran. Rechnet man bereits die Punktehalbierung ein, wären die Linzer im Moment gleichauf mit dem Meister.

Topstürmer Erling Haaland wurde gegen St. Pölten wegen seiner Knieprobleme noch geschont. Dominik Szoboszlai, Patson Daka und Enock Mwepu blieben vorerst auf der Ersatzbank, dafür bekamen Mohamed Camara und Marin Pongracic wieder Einsatzzeit in der Liga.

Mit mehr als 80 Prozent Ballbesitz dominierten die Bullen vor der Pause das Spiel ganz klar. Das 1:0 nach 13 Minuten erzielten die Salzburger auf Raten: Nach Vorarbeit von Takumi Minamino wurde erst ein Schuss von Zlatko Junuzovic abgeblockt, dann traf Majeed Ashimeru die Stange, ehe Minamo selbst den Ball über die Linie drückte. Masaya Okugawa erhöhte nach Vorarbeit von Hee-Chan Hwang und Takumi Minamino auf 2:0 (34.). Nach Foul von Marin Pongracic an Husein Balic gelang Daniel Luxbacher (43.) per Elfmeter das Anschlusstor für die völlig harmlosen Niederösterreicher.


In der zweiten Halbzeit verabsäumten es die Salzburger, das Tempo hoch zu halten. Unmittelbar nach der Einwechslung von Patson Daka gelang St. Pölten dann sogar der Ausgleich durch Balic, der nach einem groben Schnitzer von André Ramalho von Pak ideal bedient worden war und im zweiten Versuch gegen Torhüter Carlos Coronel eindrückte (60.).
Bei den Bullen war die Linie völlig aus dem Spiel, ungewohnt viele Abspielfehler passierten. Der eingewechselte Szoboszlai mit einem Freistoß (73.), den Torhüter Christoph Riegler stark parierte, verzeichnete die einzige nennenswerte Gelegenheit in der Schlussphase. Die Generalprobe für das wichtige Champions-League-Spiel am Mittwoch bei Genk ist damit eher holprig verlaufen.

Stimmen nach dem Spiel

Trainer Jesse Marsch sagte nach dem Spiel: "Wir haben zwei große Fehler gemacht, und dann ist es eben schwer. Wir haben nicht gut genug verteidigt. Wir können immer Tore machen, aber auf diesem Niveau darf man sich nicht solche Fehler erlauben."

Marin Pongracic haderte: "Bitter, dass wir kurz vor der Pause das 2:1 kassiert haben. Das war das einzige Mal, dass sie vor das Tor gekommen sind. Wir haben vorne nicht die Dinger rein gemacht. Wir wussten, dass die St. Pöltener stark im Konter sind. Ballbesitz allein schießt keine Tore."

Zlatko Junuzovic: "Für die Gegentore sind wir selbst verantwortlich. Wir haben es nicht geschafft, gegen eine massive Abwehr mehr zu machen, trotz vieler Varianten. Es hat die letzte Konsequenz gefehlt. Die haben den Bus hinten geparkt und dann auf ihre ein, zwei Chancen gelauert. So ist Fußball. In der Champions League haben wir eine große Chance, auf dieses Spiel freuen wir uns."

Das Match zum Nachlesen im Liveticker:

Quelle: SN

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