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Red Bull Salzburg nach 2:2 gegen Frankfurt in Europa League ausgeschieden

Red Bull Salzburg ist in der Fußball-Europa-League ausgeschieden. Ein 2:2 gegen Eintracht Frankfurt war am Freitag zu wenig. Das 1:4 vom Hinspiel war trotz starker Leistung nicht mehr aufzuholen.

Während der LASK sich auf das Achtelfinal-Traumlos Manchester United freut, war für die Salzburger am Freitag im Sechzehntelfinale der Europa League Endstation. Im Rückspiel gegen Eintracht Frankfurt gelang es mit einem 2:2 nicht, den 1:4-Rückstand vom Auswärtsmatch wettzumachen. Gegner der Elf von Trainer Adi Hütter im Achtelfinale ist der FC Basel.

Endgültig zerstört wurden die Träume der Bullen erst in der 83. Minute, als André Silva mit einem leicht abgefälschten Schuss über Torhüter Cican Stankovic hinweg zum 2:2 sein Team und die mitgereisten Fans erlöste. Lange war zuvor das Fußballwunder in dem einen Tag verschobenen Match ganz konkret in der Luft gelegen.

"In Frankfurt haben wir nicht unser wahres Gesicht gezeigt, heute war das ganz anders", bilanzierte Innenverteidiger André Ramalho nach der Partie. Mit unbedingtem Siegeswillen und starkem Offensivfußball brachten die Salzburger den Gegner trotz Kälte ins Schwitzen.

Andreas Ulmers Gewaltschuss zum 1:0 in der 10. Minute wirkte wie ein Energieschub auf die Bullen, bei denen Zlatko Junuzovic und Max Wöber verletzt fehlten. Bei den Frankfurtern hingegen kam Hektik auf, das 2:0 schien nur eine Frage der Zeit zu sein. Eckballserien stifteten Chaos im Eintracht-Strafraum. Trainer Jesse Marsch sagte: "Da habe ich gedacht: Bumm, da geht etwas. Wir waren mutig und aggressiv, leider hat uns das zweite Tor gefehlt."

An der Seitenlinie war Adi Hütter bemüht, nicht zu zeigen, wie es in ihm brodelt. "Nach dem 0:1 und der Druckphase der Salzburger ist es schon etwas unangenehm für mich geworden. Aber wir haben mit dem Ausgleich den Bullen den Stecker gezogen", sagte er. André Silva, zuvor schon mit einem Lattentreffer im Pech (18.), glich per Kopf aus (30.). Auslöser war ein leichtfertiger Ballverlust im Aufbau gewesen.

Die Bullen machten weiter das Spiel, Frankfurt lauerte nur noch auf Konterchancen. Ramalho sagte: "Wir mussten viel riskieren, um den Rückstand noch aufzuholen." In der 66. Minute rutschte André Silva ganz knapp an einer Flanke vorbei. Eiskalt schlugen dann fünf Minuten später die Salzburger zu. Nach einem Eckball des starken Dominik Szoboszlai war Jerôme Onguéné per Kopf zur Stelle. Mit dem 2:1 lebte bis zu André Silvas Kunstschuss noch die Hoffnung auf eine Verlängerung, zwei Tore hätten noch gefehlt. Sie wären gegen die keineswegs überragenden Frankfurter auch möglich gewesen.

André Ramalho sagte: "Uns fehlt momentan in vielen Situationen das Glück. Aber wir müssen auch zusehen, dass wir weniger Tore bekommen. Wenn wir so wie heute auftreten, kommen wir bald wieder in die Erfolgspur." Adi Hütter resümierte: "In Summe der beiden Spiele waren wir der verdiente Aufsteiger."

Ab jetzt gilt die Konzentration der Salzburger ganz den heimischen Bewerben. Wegen der Verlegung des Frankfurt-Spiels steigt das Bundesligamatch in Altach erst am Montag (19 Uhr), das Cup-Halbfinale gegen den LASK am Donnerstag (20.45).

Das Match zum Nachlesen im Liveticker:

Quelle: SN

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