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Keine Torchance: ÖFB-Team verliert gegen Dänemark mit 0:1

Das ÖFB-Team unterlag Dänemark verdient mit 0:1 und bleibt in der WM-Qualifikation auf der Strecke. Offensiv präsentierte sich die Auswahl von Franco Foda erschreckend schwach.

ÖFB-Kapitän David Alaba (r.) und Co. mussten sich Dänemark mit 0:1 geschlagen geben.  SN/APA/ROBERT JAEGER
ÖFB-Kapitän David Alaba (r.) und Co. mussten sich Dänemark mit 0:1 geschlagen geben.

Österreichs Fußball-Nationalteam droht bei der Weltmeisterschaft im Dezember 2022 in Katar die Zuschauerrolle. Eine direkte Qualifikation in der Gruppe F ist nach dem 0:1 am Dienstagabend gegen WM-Fixstarter Dänemark obsolet. Das ÖFB-Team ist auf Platz vier einzementiert und muss nun auf das Nations-League-Play-off im März des kommenden Jahres hoffen, doch auch die Hintertür zur WM-Endrunde wird sich nicht so einfach öffnen lassen.

Denn obwohl die Leistung im Kopenhagener Parken-Stadion etwas couragierter war als in den vergangenen Spielen, offensiv fehlen dem Team von Trainer Franco Foda die Ideen und die Durchschlagskraft. So verstrichen die 90 Minuten ohne einen einzigen Schuss auf das Tor der Dänen! Der EURO-Halbfinalist hingegen, der in der WM-Qualifikation mit sieben Siegen in sieben Spielen und einer Tordifferenz von 26:0 den Österreichern gegenübergetreten war, zeigte erfrischenden Offensivfußball.

Es lag am starken ÖFB-Keeper Daniel Bachmann, dass Österreich die Partie zumindest eine Halbzeit lang offen gestalten konnte. So parierte er etwa gegen Skov Olsen (24.) und Damsgaard (30.). In der zweiten Hälfte war der England-Legionär im ÖFB-Tor dann aber machtlos: Nach einem Ballverlust im Mittelfeld ging es blitzschnell und Flügelspieler Joakim Maehle traf mit einem Flachschuss ins kurze Eck zum 1:0 für die Dänen. Das Ticket für die WM 2022 war damit gebucht, entsprechend ausgelassen jubelten die 35.000 Zuschauern in Kopenhagen mit ihren Fußball-Helden.

Die Österreicher verteidigten solide, doch nach vorn ging überhaupt nichts. Vielleicht war es eine Folge der Aufstellung, da Franco Foda in der Startformation nicht weniger als sechs Defensivspieler auf das Feld geschickt hatte, um Vorsicht walten zu lassen. Im Angriff sollten Debütant Marco Grüll sowie sein Rapid-Kollege Ercan Kara kurbeln, gegen die Abwehrhünen der Dänen gab es allerdings kein Durchkommen. Beide standen für den aktuellen ÖFB-Lehrgang ursprünglich übrigens nur auf der Abrufliste und wurden von Foda aufgrund einer wahren Absagenflut zahlreicher Stammspieler nachnominiert.

Am Ende blieb Fodas Ankündigung, man werde gegen den Zehnten der FIFA-Weltrangliste (Österreich ist 29.) "mutig und entschlossen auftreten", was die Offensivbemühungen angeht, nur ein frommer Wunsch. Sein 44. Länderspiel als ÖFB-Teamchef könnte für den Deutschen auch sein letztes gewesen sein. Eine Ära endete mit dem 0:1 in Kopenhagen gewiss: Leo Windtner wird am Sonntag nach zwölf Jahren als ÖFB-Präsident von Gerhard Milletich abgelöst.

Die Enttäuschung über die verkorkste WM-Qualifikation und die Niederlage in Dänemark war Konrad Laimer ins Gesicht geschrieben. "Was uns heute gefehlt hat war, im letzten Drittel gefährlich zu werden. Auch wenn der Unterschied am Ende nur ein Tor war, hat uns nach vorne der letzte Punsh, die letzte Idee gefehlt. Wir waren zu hektisch und haben zu viele Bälle verloren. Klar ist Dänemark auch eine super Mannschaft, die es sich verdient hat, Erster zu werden", sagte der Salzburger Mittelfeldspieler. Torhüter Bachmann meinte: "Wir haben uns wieder einmal das Leben selbst schwer gemacht."

Der Liveticker zum Nachlesen:

Aufgerufen am 20.10.2021 um 04:45 auf https://www.sn.at/sport/fussball/nationalteam/keine-torchance-oefb-team-verliert-gegen-daenemark-mit-01-110538949

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