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ÖFB-Team in EM-Qualifikation in Israel schon unter Zugzwang

Österreichs Fußball-Nationalmannschaft befindet sich schon vor dem zweiten Spiel der laufenden EM-Qualifikation unter Zugzwang. Nach der 0:1-Heimniederlage gegen Polen benötigt die ÖFB-Auswahl am Sonntag (18.00 Uhr MEZ) in Haifa gegen Israel dringend Punktezuwachs, um im Rennen um einen Platz unter den Top zwei der Gruppe G nicht frühzeitig ins Hintertreffen zu geraten.

Teamchef Franco Foda und seine Mannschaft haben jedenfalls alle Hände voll zu tun. SN/APA/HERBERT NEUBAUER
Teamchef Franco Foda und seine Mannschaft haben jedenfalls alle Hände voll zu tun.

Teamchef Franco Foda ist sich der kniffligen Ausgangsposition bewusst. "Wenn man das erste Match nicht gewinnt, ist es logisch, dass man im nächsten punkten sollte", erklärte der Deutsche vor dem Duell mit den von Andreas Herzog betreuten Israelis, die am Donnerstag zum Auftakt vor eigenem Publikum ein 1:1 gegen Slowenien erreichten.

Der 52-Jährige wehrte sich gegen Schwarzmalerei. "Wir können auf der Leistung gegen Polen aufbauen. Wenn wir wieder so eine Leistung abrufen, sind wir in der Lage, in Israel Punkte zu holen."

Optimistisch stimmt Foda der Blick in die Vergangenheit. "In die Nations League sind wir auch mit einer Niederlage gestartet (Anm.: 0:1 im September 2018 in Bosnien-Herzegowina) und haben dann sieben Punkte aus drei Partien geholt. Da haben wir gezeigt, dass wir bereit sind und aufstehen, wenn wir einmal ein Spiel nicht gewinnen."

Außerdem erinnerte der Nationaltrainer auch an die erfolgreiche EM-2016-Qualifikation, die mit einem Heim-1:1 gegen Schweden begann. Danach gab es neun Siege en suite. Mit welcher Mannschaft die Basis für einen ähnlichen Erfolgslauf gelingen soll, wusste Foda am Donnerstagabend selbst noch nicht genau. "Wir haben einen Plan entwickelt, wie wir spielen wollen, aber jetzt gilt es einmal abzuwarten, wie die Spieler regenerieren."

Die israelische Mannschaft habe man schon intensiv analysiert. "Wir wissen, wie sie in den letzten Partien agiert haben und werden noch letzte Infos einholen", erklärte Foda. An der Spielweise seiner Truppe werde es im Vergleich zum Polen-Match keine gravierenden Änderungen geben. "Von der Herangehensweise wird es ähnlich sein."

Möglicherweise bieten sich am Sonntag mehr Kontergelegenheiten als noch gegen Robert Lewandowski und Co. "Jetzt spielen wir auswärts, da kann man auch einmal die Räume eng machen. Unser Gegner hat 1:1 gespielt, sie müssen etwas tun", meinte Foda.

So wie beim Trainer herrscht auch beim Kapitän Zuversicht. "Auf eine Niederlage sollte nicht noch eine Niederlage folgen. Es ist unser erklärtes Ziel, in Israel etwas zu holen", sagte Julian Baumgartlinger. "Das war aber auch schon so, bevor wir gewusst haben, wie es gegen Polen ausgeht." Man werde sich in den nächsten Tagen intensiv mit dem Gegner beschäftigen. "Aber auch mit uns, denn wir haben genug Stärke", betonte der ÖFB-Kapitän.

Marko Arnautovic warnte davor, die Nummer 92 der FIFA-Weltrangliste - Österreich ist 23. - zu unterschätzen. "Reden wir die Leute aus Israel nicht klein. Es wird ein hartes Spiel, ein Auswärtsspiel", erklärte der West-Ham-Profi. "Aber das ist die Qualifikation, das ist schwierig. Du weißt es nie vor einem Spiel - egal, gegen wen du spielst."

Liveblog zum EM-Quali-Spiel Israel - Österreich:

Quelle: APA

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