Tennis

Thiem nun Vierter in der Weltrangliste - Djokovic wieder Nummer eins

In den Tennis-Weltranglisten hat es etliche Rangverschiebungen in den Top Ten gegeben. Bei den Herren hat Australian-Open-Sieger Novak Djokovic wieder die Führung vom Spanier Rafael Nadal übernommen, Finalist Dominic Thiem rückte von Rang fünf auf sein bisheriges Karrierehoch von vier vor - nur 85 Punkte hinter dem drittplatzierten Schweizer Roger Federer.

Novak Djokovic und Dominic Thiem. SN/APA/AFP/SAEED KHAN
Novak Djokovic und Dominic Thiem.

Mit 7.045 Zählern hat es Thiem erstmals über die 7.000er-Marke geschafft, selbst auf Djokovic fehlen ihm nun nur noch 2.655 Punkte. Vor Turnierbeginn in Melbourne waren es noch 4.345 Zähler Rückstand auf die Leaderposition gewesen. Thiems guter Saisonstart spiegelt sich auch im "Race to London" nieder, hier ist er hinter Djokovic sicherer Zweiter. Dennis Novak verbesserte sich um sechs Plätze auf sein Karrierehoch von Platz 93.

Bei den Damen ist das Ranking nach Melbourne auch durchmischt worden. Die Australierin Ashleigh Barty hat zwar die Spitze gehalten, dahinter tauschten aber die nun zweitplatzierte Rumänin Simona Halep und die Tschechin Karolina Pliskova die Plätze. Außer Barty behielt nur Serena Williams als Neunte ihren davor eingenommenen Top-Ten-Rang. Beste US-Amerikanerin ist nun Melbourne-Triumphatorin Sofia Kenin als Siebente. Die Japanerin Naomi Osaka fiel auf Rang zehn zurück. 

Die Jagd von Thiem auf Weltranglistenplatz drei ist durch seine Niederlage im Australian-Open-Finale wohl nur aufgeschoben statt aufgehoben. Folgt der 26-Jährige seiner Nennung für das 250er-Turnier nächste Woche in Buenos Aires, würde er im Fall eines Titelgewinns den aktuell drittplatzierten Roger Federer bereits überholen. Der Schweizer rangiert nur noch 85 Zähler vor Thiem.

Im Gegensatz zu einem Halbfinale in Buenos Aires hat der Weltranglistenvierte in der Woche darauf ebenfalls auf Sand in Rio de Janeiro keine Punkte zu verteidigen, was ihm aufgrund des 500er-Status des Events eine noch bessere Chance bietet, Federer abzufangen. Der hat zudem in der letzten Februar-Woche seinen Turniersieg in Dubai zu verteidigen, 500 Punkte stehen für ihn da auf dem Spiel. Genannt hat für diesen Hartplatz-Event auch Australian-Open-Sieger Novak Djokovic.

Sollte Thiem tatsächlich als Ranking-Dritter in den März gehen, stehen die Chancen nicht schlecht, dass er diese Position auch im April zum Auftakt der europäischen Sandplatzsaison einnimmt. Zwar hat er im März durch seinen Turniersieg 2019 in Indian Wells 1.000 Punkte stehen, Federer als Vorjahresfinalist aber auch immerhin 600 Zähler zu verteidigen. Und der Eidgenosse holte sich danach beim 1000er in Miami sogar den Titel, wogegen Thiem lediglich zehn Pünktchen eingeheimst hat.

Für Djokovic hat am Montag seine fünfte Phase und insgesamt 276. Woche an der Weltranglistenspitze begonnen. Hält er sich da bis 20. April, würde er den US-Amerikaner Pete Sampras (286) als Nummer zwei in der Rekordliste ablösen, für das Überflügeln von Federer (310) muss der Serbe zumindest bis 5. Oktober warten. Speziell die Aussicht, Sampras zu schnappen, ist sehr gut. Denn Verfolger Nadal hat bis Ende April mit 965 Punkten um 650 Zähler mehr zu verteidigen als Djokovic.

"Klar, das ist eines meiner größten Ziele", ließ der "Djoker" nach seinem Melbourne-Triumph hinsichtlich Federers Bestmarke wissen. Der 32-jährige Djokovic ist heuer noch makellos. Nach sechs Einzelsiegen beim ATP Cup und den sieben bei den Australian Open hält er bei einer 13:0-Bilanz.

Das Ranking der Weltranglistenleader nach Wochen an der Spitze: 1. Roger Federer (SUI) 310 Wochen - 2. Pete Sampras (USA) 286 - 3. Novak Djokovic (SRB) 276 - 4. Ivan Lendl (CZE/USA) 270 - 5. Jimmy Connors (USA) 268 - 6. Rafael Nadal (ESP) 209 - 7. John McEnroe (USA) 170 - 8. Björn Borg (SWE) 109 - 9. Andre Agassi (USA) 101 - 10. Lleyton Hewitt (AUS) 80. Weiter: 22. u.a. Thomas Muster (AUT) 6

Quelle: APA

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