Wintersport

Flachauer Star Challenge: Beim Comeback war Hermann Maier der Schnellste

Zum Zehn-Jahr-Jubiläum des Nachtslaloms zauberte der "Herminator" im Promirennen eine Bestzeit in den Schnee.

Es gibt Skirennen, die wurden im Laufe der Zeit zum Klassiker. Und es gibt Rennen, die wurden als Klassiker geboren. Wie der Nachtslalom in Flachau: Vor zehn Jahren ist man im Salzburger Pongau angetreten, um den besten Damenslalom im Weltcupzirkus auszurichten. Dass dies gelungen ist, zeigt allein die Tatsache, dass es in Flachau das höchste Preisgeld im Damen-Weltcup zu gewinnen gibt. Gesamt wurden 174.000 Euro ausgeschüttet, 70.500 Euro und der Titel "Snow Space Princess" sind für die Siegerin reserviert.

Marlies Schild (heute Raich) krönte sich am 10. Jänner 2010 zur ersten strahlenden Siegerin im Flutlicht. Seither wurde in Flachau investiert, modernisiert - und zum Zehn-Jahr-Jubiläum ein perfekter Event organisiert. Der runde Geburtstag lockte am Abend vor dem Damenslalom sogar den großen Hermann Maier aus der Skipension. Der Skistar, der mit seinen drei Kindern zurückgezogen in Flachau lebt, feierte beim Charity-Rennen "Star Challenge" ein Comeback. Und wie sollte es anders sein: Maier war als Vorläufer der Schnellste - wie schon vor 24 Jahren.

Der mittlerweile 47-jährige Lokalmatador gab auf der bereits vereisten Rennpiste mit 27,18 Sekunden die Richtzeit vor. Diese wurde trotz intensiver Versuche von keinem der professionellen Nachwuchsläufer unterboten. Der Sieg ging schließlich an das Team der deutschen Rennläuferin Kira Weidle dank einer Zeitdifferenz von nur 0,29 Sekunden zu ihrer jungen Kollegin Selina Hofmann. Der Erlös von 5000 Euro ging wie immer an den Salzburger Skinachwuchs.

Der Stern des "Herminators" war 1996 exakt auf dieser Piste aufgegangen. Damals hatte der spätere Doppelolympiasieger hier bei einem Weltcup-Riesentorlauf ebenfalls als Vorläufer agiert und war dadurch den Verantwortlichen des Österreichischen Skiverbands aufgefallen. Mittlerweile ist die Piste nach Hermann Maier benannt. "Heute schließt sich ein Kreis", sagte der berühmteste Sohn Flachaus, der auch elf Jahre nach seinem Rücktritt vom Rennsport die Tore in unwiderstehlicher Manier regelrecht verschlingen wollte.

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