Aiglhofsiedlung

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Die Aiglhofsiedlung ist ein Wohngebiet in der Stadt Salzburg.

Allgemeines

Sie befindet sich in Neu-Maxglan und entstand am Rand zum Salzburger Stadtteil Mülln auf den wesentlich zu Maxglan gehörigen Aiglhoffeldern. Die Siedlung wird zusammen mit den angrenzenden, dicht verbauten Gebieten von Mülln und Lehen vielfach bereits als eigener kleiner Stadtteil wahrgenommen und von der Bevölkerung vereinfacht "Aiglhof" genannt. Der Name leitet sich von dem sich bereits in Mülln befindlichen Aiglhof - auch Lindhof genannt - ab. Westlich des Aiglhofes beginnt der Stadtteil Lehen, nördlich liegt Mülln, östlich der Stadtteil Riedenburg. Innerhalb Maxglans grenzt das Gebiet an Burgfried.

Geprägt wird das dicht bebaute Wohngebiet von der Aiglhofstraße samt der Aiglhofkreuzung und der Innsbrucker Bundesstraße, die nach der Ignaz-Harrer-Straße in Lehen als die Straße mit dem höchsten Verkehrsaufkommen in der Landeshauptstadt gilt. An öffentlichen Einrichtungen befinden sich hier die Sonderschule Aiglhof I und im nahen Mülln die Volksschule sowie das Salzburger Landeskrankenhaus.

Geschichte

Die Verbauung der Aiglhoffelder wurde bereits 1927 in der damals noch eigenständigen Gemeinde Maxglan konkret geplant. Das preisgekrönte Siegerprojekt des Architekten Lois Welzenbacher (1889 - 1955) sah die Errichtung von 8.000 Wohnungen vor, konnte aus Geldmangel aber nicht verwirklicht werden. Zu der in Salzburg herrschenden Wohnungsnot kam nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich noch der Bedarf an Unterkünften für die Umsiedler aus Südtirol und für die Offiziere des Wehrkreis-Generalkommandos XVIII hinzu. Im Rahmen eines neuen Aiglhof-Siedlungsprojektes entstanden bis 1941 drei Siedlungen, die Südtiroler Siedlung (heute Aiglhof I), die Siedlung Hötzendorfstraße-Römergasse-Radetzkystraße (Aiglhof 2) und die direkt an die Aiglhofstraße grenzende, eigentliche Aiglhofsiedlung (Aiglhof 3).

Die Straßen im Aiglhof wurden größtenteils nach Generälen und Admirälen der Österreichischen Monarchie, wie z. B. Franz Conrad von Hötzendorf, Wilhelm von Tegetthoff, Eduard von Böhm-Ermolli und Viktor Graf Dankl von Krasnik benannt.

Im Haus Radetzkystraße 10 wohnte nach 1945 der Schriftsteller Thomas Bernhard.

Im Haus Nr. 7 wuchs der Schriftsteller Karl-Markus Gauß (geboren 1954) auf. In seinem von der Kritik hochgerühmten Kindheitsbuch „Das Erste, was ich sah“ (2013) hat er das Leben in der Siedlung atmosphärisch dicht und mit liebenswürdiger Ironie eingefangen.

Nahverkehr

Die Aiglhofsiedlung ist mit den StadtBus-Linien  2  und  4  sowie den Autobuslinien 20, 24 und 28 erreichbar. Mit der Inbetriebnahme der Station Salzburg Aiglhof im Bereich der Unterführung der Rudolf-Biebl-Straße wurde der dicht verbaute Stadtteil im Jahr 2009 an das Netz der Salzburger S-Bahn angeschlossen. Die Züge der Linien S2 und S3 halten dort im 15-Minuten-Takt und erreichen den Hauptbahnhof in wenigen Minuten.

Quellen

Weblinks

Salzburger Stadtteile und Landschaftsräume in der Stadt Salzburg