Aufstiegshilfe

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Aufstiegshilfen sind technische Hilfsmittel, die dem Menschen die Überwindung von Höhendifferenzen erleichtern. Sie stellen einen wichtigen Faktor für den Fremdenverkehr dar.

Arten

  • Zahnradbahnen: Schienengebundene Verkehrsmittel, die zur Überwindung großer Steigungen mit Hilfe eines oder mehrerer Zahnräder angetrieben werden
  • Schrägaufzüge: Personen- und Lastenaufzüge mit geneigter Fahrbahn
  • Standseilbahnen: Die Wagen werden über Schienen und ein Zugseil fortbewegt.
  • Pendelbahnen, auch Großkabinenbahn, Luftseilbahn: Sie transportieren die Fahrgäste in einem Laufwerk auf Tragseilen.
  • Umlaufbahnen: Hier gibt es je ein Tragseil für die Berg- und die Talfahrt. In den Stationen werden die Wagen zum Ein- und Aussteigen der Fahrgäste abgeklemmt.
  • Sesselbahnen: Sitze bzw. Sitzbänke für ein bis vier Fahrgäste sind über ein Gehängerohr und eine Klemme mit dem Förderseil verbunden. Werden die Sessel in der Station vom Förderseil abgeklemmt, spricht man von kuppelbaren Sesselbahnen.
  • Schlepplifte: Die Beförderung der Skiläufer erfolgt über eine Schleppvorrichtung (zum Beispiel über einen T-förmigen Bügel für zwei Personen), die mit dem Förderseil verbunden ist.

Technik

Stark vereinfacht unterscheidet bei Seilschwebebahnen man zwischen

Umlaufseilbahn

Dabei werden alle Gondeln an einem Trag- und Zugseil an den beiden Stationen um die Wendeltrommeln geführt. Je nach System werden dazu in den Stationen die Gondeln ausgeklinkt und verlangsamt für Ein- und Ausstieg. Der Vorteil einer Umlaufseilbahn liegt in der höheren Transportkapazität pro Stunde.

Pendelseilbahn

Dabei verkehren nur zwei Gondeln am Trag- und Zugseil zwischen Berg- und Talstation. Typisches Beispiel dafür wäre die Untersbergseilbahn.

Montanseilbahnen

Hauptartikel: Montanseilbahnen

Schon bereits vor dem Ersten Weltkrieg gab es im Salzburger Land einige Montanseilbahnen. Diese transportierten Erze von höher gelegenen Stollen oder Tagbauten ins Tal bzw. zur Weiterverarbeitungsstätte.

So gab es ab 1911 am Mitterberg im Pongau so eine Material-Seilbahn. Auch die Eisenwerk Konkordiahütte erhielt ihr Erz vom Höllngraben und Schäferötz mittels einer Montanseilbahn. Das Moldan Gipswerk bei Kuchl hatte nach dem Ersten Weltkrieg eine Materialseilbahn.

Geschichte

Schon 1926 wurde auf der Rax in Niederösterreich Österreichs erste Seilschwebebahn in Betrieb genommen. Zehn Jahre später ging in Ebensee, gefolgt 1937 vom ersten Umlaufschlepplift in Zürs am Arlberg, 1947 dann der erste Sessellift in Tirol in der Wildschönau und 1959 der erste Kurvenschlepplift in Schruns (Vorarlberg).

In Sportgastein wurden 1973 die Sessel mit Wetterschutzhauben versehen, 1976 gab es die erste kuppelbare Sesselbahn im Salzburger Land in Neukirchen am Großvenediger mit 1.200 PS und einer Geschwindigkeit von 3,5 Meter pro Sekunde. 1977 hatte Hintersee mit der Skischaukel Gaißau - Hintersee den ersten Dreiersessellift von ganz Salzburg. Saalbach konnte dann 1989 mit der ersten Gruppenbahn aufwarten.

Am 11. November 2000 fand das bisher schwerste Unglück einer Aufstiegshilfe statt: Die Brandkatastrophe der Gletscherbahn Kaprun.

Bundesland Salzburg

Im Bundesland Salzburg gab es 2010 159 Seilbahnunternehmen. Von diesen wurden 2010 in 52 Skigebieten 475 Anlagen betrieben: 70 Seilbahnen, 157 Sessellifte, 245 Schlepplifte und drei Förderbänder. Zwar befinden sich die meisten Unternehmen mit Winter- bzw. Zweisaisonbetrieb in Tirol, jedoch folgt an zweiter Stelle bereits Salzburg. Für das Winterhalbjahr 2010/11 hat die Salzburger Seilbahnwirtschaft rund 121 Millionen Euro investiert (63 Mio € für neue Bahnen, 22 Mio € für Beschneiungsanlagen, der Rest von 35 Mio € für Pisten, Pistengeräte und Serviceangeboten, wie Parkplätze und Kassen). Bei den neuen Bahnen war die Investition von 17,2 Mio € für die 8er-Einseilumlaufbahn Hintermoos und die 6er-Sesselbahn Hochmais der Aberg-Hinterthal Bergbahnen AG die Größte. Je 15 Mio € flossen in Investitionen der Gerlospass-Königsleiten-Bergbahnen AG in den Neubau der Dorfbahn Königsleiten und der Wildkogelbahnen in die Errichtung der Smaragdbahn. Die Schmittenhöhebahn AG investierte 11,3 Mio € in einen neuen Speicherteich, die Generalsanierung der Bergstation der Gletscherbahnen Kaprun AG kostete 6,5 Mio €. Etwa 2.000 Mitarbeiter finden ganzjährig, 4.500 im Winter Arbeit in der Salzburger Seilbahnwirtschaft[1].

Für die Wintersaison 2011/2012 investiert Ski Amadé in den Skiregionen Dienten, Altenmarkt und Haus im Ennstal|Haus im Ennstal]] mehr als 45 Millionen Euro. In technische Beschneiung fließen rund 17, in Servicestationen, Pistenpflege und dergleichen mehr als 28 Millionen Euro[2].

Bergbahnen

Eine Liste aller Bergbahnen findest du unter Kategorie:Bergbahn, eine Liste aller Betriebsgesellschaften unter Kategorie:Betreibergesellschaft (Bergbahnen).

Flachgau

Tennengau

historisch

Pongau

Pinzgau

Schrägaufzüge

Standseilbahnen

Zahnradbahnen

Historisch:

Sonstige Lifte

Seilbahnbehörden

Für die Erteilung der Konzession sowie Baugenehmigung für Pendel- und Kabinenseilbahnen und für Sesselbahnen:

Bundesminister für Verkehr, Innovation und Technologie
Radetzkystraße 2
1030 Wien
Telefon: 01 - 7 11 62 - 23 00
Telefax: 01 - 7 11 62 - 23 99

Ab Betriebsbewilligung für Sesselbahnen, Sessellifte, Schlepplifte und Materialseilbahnen mit Werksverkehr oder beschränkt-öffentlichem Verkehr:

Landeshauptfrau von Salzburg (Abteilung 5):

Weblinks

Quellen

  1. Quelle Salzburger Wirtschaft (Zeitung), 24. September 2010 Seilbahnen investieren kräftig
  2. Quelle Salzburger Woche, Ausgabe Pinzgauer Nachrichten, 11. August 2011