Augustiner Chorherrenstift Höglwörth

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Höglwörth von Süden
Karte
Kloster und Klostersee im herbstlichen Licht
Klosterkirche von innen
Doppelbeichtstuhl in der Klosterkirche
Westansicht des ehemaligen Augustiner Chorherrenstiftes Höglwörth

Das Augustiner Chorherrenstift Höglwörth in Anger im heutigen Bayern war ein kleines und vergleichsweise wenig begütertes Kloster im Erzstift.

Lage

Es befindet sich etwa zwölf Kilometer nördlich von Bad Reichenhall, nächst der Autobahn Salzburg−München im Rupertiwinkel und liegt dabei in einem Talkessel am Rande des Höglwörther Sees.

Geschichte

Die Gründung des Klosters der Augustiner-Chorherren geht auf die Zeit zwischen 1122 und 1129 zurück. 1125 berief Erzbischof Konrad I. von Abenberg von Salzburg Augustiner-Chorherren hierher. Einer Schenkungsnotiz von 1122/23 zufolge übergab Werigand von Plain, der sich seit 1108 nach der Burg Plain nannte, den Grund und Boden an das Kloster. Hinweise dazu liefern auch Grabinschriften in der Klosterkirche, da Höglwörth die Begräbnisstätte der Grafen von Plain bis zum Aussterben des Grafengeschlechtes war.

Auch Erzbischof Konrad I. scheint in Dokumenten als Stifter auf. Dass das Kloster eine Gründung des Erzbischofs sein könnte, geht aus einem Hinweis von 1308 hervor, als der Konvent einen Propst aus den eigenen Reihen wählte und das Salzburger Domkapitel prompt Einspruch erhob. Nach einem verfälschten Privileg Papst Eugens III. stand dem Domkapitel von Salzburg die Aufsicht über das Kloster und die Einsetzung des Propstes zu.

Der vermutlich erste Propst von Höglwörth war im Jahr 1129 Propst Dagobert. Im 12. und 13. Jahrhundert erweiterten dann Schenkungen der Nachkommen Werigands den Besitz des Klosters. Der Grundbesitz reichte in dieser Zeit am Teisenberg bis in eine Höhe von 1 300 m ü. A., einschließlich der Stoißer Alm und bis in die Orte Piding, Salzburghofen (Freilassing), Tengling am Tachinger See und Nußdorf am Haunsberg (Flachgau). 1326 findet sich eine urkundliche Erwähnung von Grundbesitz des Klosters in Arnsdorf in der Wachau.

1803 entging das Kloster der Säkularisation, da es damals unter der Regentschaft des Kurfürsten Ferdinand (von Toskana) weiter zu Salzburg gehörte. 1804 wählte der Konvent Gilbert Grab zum neuen Propst. Dieser kam aber mit den neuen politischen Gegebenheiten nicht zurecht. Auf Antrag Grabs (1816) wurde das Kloster am 8. Juli 1817 wegen seiner schlechten wirtschaftlichen Lage aufgelöst. Der Verkauf des Klosterbesitzes dauerte bis 1824. Die Klosterkirche wurde Filialkirche der Pfarrei Anger, der Wald ging in Staatsbesitz über (zum Nutzen der Saline Reichenhall), die Gebäude mit Brauerei kaufte die Brauersfamilie Wieninger.

Das Stift war auch an den Eisengewerke Achthal‎ beteiligt gewesen.

Klosterkirche

Benedikt Zöpf arbeitet von 1765 bis ca. 1769 als Stuckateur in der Klosterkirche.

Pröpste

Hauptartikel Pröpste des Augustiner Chorherrenstifts Höglwörth

Heiliges Grab in Höglwörth

Hauptartikel: Heiliges Grab in Höglwörth

In der einstigen Stiftskirche Höglwörth wird das seit 1652 nachgewiesene „Herrengrab“ alle drei Jahre aufgebaut. Es erstrahlen dort bis zu 60 Liter fassende bunte Glaskugeln, die von hinten mit Öllichtern beleuchtet werden und das dortige Hl. Grab schmücken und umrahmen. In den zwei Tagen, an denen das Grab aufgebaut ist, kommen bis zu 15 000 Besucher nach Höglwörth.

Höglwörth heute

Höglwörth lädt zu einem Spaziergang rund um den Höglwörther See sowie zum Besuch der sehenswerten Klosterkirche ein. Man kann durch den Hof des Klosters gehen und erlebt malerische Blicke und Winkel.

Bildergalerie

weitere Bilder

 Augustiner Chorherrenstift Höglwörth – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im Salzburgwiki
 Kloster Höglwörth – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien auf Wikimedia Commons

Weblink

Quelle