Balthasar Schitter

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Weihbischof Balthasar Schitter
Balthasar Schitter (* 2. Jänner 1793 in Mariapfarr; † 19. Oktober 1868 in Salzburg) war Weihbischof von Salzburg.

Leben

Als Sohn eines Bauern studierte er von 1813 bis 1817 am Lyzeum in Salzburg. Am 11. Juni 1816 zum Priester geweiht, wurde er 1817 Kurat, 1818 Koadjutor und 1821 Pfarrprovisor in Mariapfarr.

1825 als Kooperator in der Stadtpfarre St. Andrä tätig, erwarb er ab 1826 in Westendorf in Tirol als Pfarrvikar große Verdienste um die Reversion vieler Anhänger der Sekte der Manharter. Westendorf „war der Manharter erster und vorzüglicher Sitz“, also ein Zentrum dieser vor allem im tirolischen Brixental und dessen Umgebung verbreiteten religiös-politischen Sekte.

1833 als Stadtdekanats- und Dompfarr-Provisor nach Salzburg zurückgekehrt, wurde Schitter 1835 zum Domkapitular und Konsistorialrat ernannt. Von 1835 bis 1844 als Stadtdechant und Dompfarrer im Einsatz, wurde er 1844 Diözesanschuloberaufseher und 1849 Domkustos.

Nachdem er ab 1850 Weihbischof von Salzburg und Titularbischof von Dulma war, bekleidete Schitter seit 1851 auch das Amt des Domdechanten und in der Folge seit 1857 jenes des Dompropstes.

Auch besetzte er von 1856 bis 1864 die Stelle des Präsidenten des fürsterzbischöflichen Metropolitangerichts.

Quellen

  • Artikel „Schitter, Balthasar“ in Österreichisches Biographisches Lexikon 1815–1950 (ÖBL), Band 10, Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, S. 165 [1]
  • Biographische Daten zu Balthasar Schitter [2]
  • Die Manharter, Alois Flir, Innsbruck, Verlag der Wagner’schen Buchhandlung, 1852 [3]