Ferry Porsche

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Prof. Dr. h. c. Dipl.-Ing. Ferry Porsche, Anton Ernst Porsche (* 19. September 1909 in Wiener Neustadt; † 27. März 1998 in Zell am See), war Unternehmer und Ingenieur.

Leben

Als Sohn von Ferdinand Porsche und Aloysia, geborene Kaes, trat er schon 1931 in das väterliche Konstruktionsbüro in Stuttgart, Deutschland, ein. Nach dem Krieg musste zunächst er sich um den nach Gmünd, Kärnten, ausgelagerten Betrieb zusammen mit seiner Schwester Louise Piëch kümmern, da sein Vater in Frankreich ungerechtfertigter Weise interniert war. In Gmünd entwickelte er als sein erstes eigenes Auto den Porsche 356. Sein Vater meinte dazu nach seiner Rückkehr aus der Internierung, er hätte es nicht besser machen können.

Als 1950 die Produktion wieder nach Stuttgart verlegt wurde, zog auch Ferry wieder dorthin. Seine Schwester Louise hingegen, blieb in Österreich und baute das Unternehmen von der Porsche Alpenstraße in Salzburg aus.

Neben dem sehr erfolgreichen Aufbau des Porsche-Sportwagenwerks in Stuttgart-Zuffenhausen hat Ferry aber auch um 1970/71 die Familien- und Firmenstatuten erarbeitet. Diese regelten den reibungslosen Übergang der Porsche-Unternehmen in die dritte und vierte Generation.

Sein ältester Sohn Ferdinand Alexander Porsche, genannt Butzi, schuf 1960 eine neu Karosserie für den F2-Porsche und 1964 einen offenen Porsche mit Überrollbügel, den 911 Targa. Er gründete auch 1971 das Porsche Design Center, das jetzt in Zell am See zu Hause ist.

Ehrungen

Am 9. November 1965 verlieh die Technische Hochschule in Wien Ferry Porsche den Titel eines Doktors der technischen Wissenschaften honoris causa.[1]

Siehe auch

Quelle

  • Pfundner, Martin:Die Auto-Österreicher, Wegbereiter der Mobilität, 2006, A & W Verlag GmbH Klosterneuburg, ISBN 3-200-00517-3

Einzelnachweise

  1. Quelle Austro Motor, internationale Auto- und Motorrundschau, Wien, Ausgabe 12/1965, → aus dem Motorrad-, Literatur- und Bildarchiv Prof. Dr. Helmut Krackowizer