Franz Zeiss

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Stolperstein für Franz Zeiss

Franz Xaver Matthias Zeiß (* 7. November 1892 in Altenmarkt im Pongau; † 14. Mai 1991 in Oberalm)[1] war ein katholischer Priester ein Retter der Opfer des Nationalsozialismus in Salzburg.

Leben

Zeiss gehörte dem katholischen Glauben an, besuchte das Borromäum in Salzburg und anschließend das Priesterseminar. 1915, mitten im Ersten Weltkrieg, wurde er zum Priester geweiht. Später erweiterte er seine Tätigkeiten in der Stadt: Religionslehrer, Präses des katholischen Gesellenvereins und Seelsorger. Ab 1934 war er Stadtpfarrer in der Pfarre St. Andrä.

1940 wurde er verhaftet und 1941 vom Polizeigefängnis in jenes des Landesgerichts überstellt. Im Sommer erfolgte die Verurteilung zu zehn Monaten Gefängnis, wegen der Nichtanzeige eines Geheimverrates, allerdings war die Strafe bereits durch die 16-monatige Untersuchungshaft verbüßt worden. Also durfte Zeiss das Gefängnis wieder verlassen.

Er half vielen Leuten, indem er sie vor dem NS-Regime schützte, darunter Olga Zweig, der Cousine des Schriftstellers Stefan Zweig, die sich von dem Pfarrer taufen ließ.

Zeiss, der den Ehrentitel "Prälat" erhalten hatte, starb 1991 und fand seine letzte Ruhestätte auf dem Friedhof von St. Peter, genau wie Franz Wesenauer.

Zum Andenken an Franz Zeiss wurde am 14. Juli 2015 im Salzburger Stadtteil Neustadt am Mirabellplatz Nr. 5 vor der Andräkirche ein Stolperstein verlegt.

Quellen

Zeitfolge
  1. Quelle: RES, wie oben unter "Quellen" angegeben