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Georg Neumaier

Georg Neumaier (links im Bild) mit BM Mag. Wilhelm Molterer bei der Ökonomieratsverleihung in Wien (2000)

Ökonomierat Georg Neumaier (* 24. September 1940 in Wals-Siezenheim; † 18. Oktober 2008) vulgo Höglerbauer, war ein Landwirt, Politiker bzw. Bauernvertreter der ÖVP.

Inhaltsverzeichnis

Leben

ÖkR Georg Neumaier wurde als fünftes von acht Kindern der Bauersfamilie Georg und Anna Neumaier, vulgo Högler, in Wals geboren. Er musste schon bald den Ernst des Lebens spüren. Nach acht Jahren Volksschule in Wals musste er mit nur 15 Jahren als ältester Sohn den elterlichen Hof mit seinen sieben Geschwistern übernehmen, da sein Vater gestorben war. Im April 1966 heiratete er seine Elfriede, geb. Pichler, in Wals. Aus dieser Ehe stammen fünf Kinder: Georg, Herbert, Martin, Christian und Manfred.

Politische Karriere

1970 wurde er Vorstandsmitglied im Landesverband der Salzburger Erwerbsgärtner. 1974 stieg er als Bauernbundobmann der Gemeinde Wals-Siezenheim ins politische Leben ein und beendete dieses Amt erst nach 25 Jahren.

1975 wurde er Ortsbauernobmann. Dieses Amt bekleidete er bis ins Jahr 2000. 1979 stieg er für die ÖVP in die Gemeindevertretung als Vorsitzender des Bau- und Raumplanungsausschusses ein, und trug wesentlich zum Aufschwung der Gemeinde bei. Drei Jahre später, 1982, wurde er Vizebürgermeister hinter Bundesrat Ludwig Bieringer. Dieses Amt hatte er bis 1994 inne. In den späten 1970er-Jahren und den frühen 1980er-Jahren war er maßgeblich als Obmann der Wegegenossenschaft Goiser Wiesen dafür verantwortlich, dass die Holzteile der Bauern mit Güterwegen erschlossen wurden. Er saß etliche Jahre in der Bezirksbauernkammer und in der Landwirtschaftskammer als Kammerrat. Von 1975 bis 1998 war er Vorsitzender der Gemeindejagdkommission und ab 1998 bis zu seinem Tod Mitglied im Jagdkonsortium. Nebenbei war er Mitglied zahlreicher Gärtnervereine in Salzburg bzw. Österreich. Einige Jahre war er auch im Bezirksschulrat. Unzählige Mitgliedschaften in vielen Ortsvereinen dürfen auch nicht unerwähnt bleiben. Seine wohl längste Mitgliedschaft hatte er bei der Freiwilligen Feuerwehr Wals-Siezenheim, Löschzug Wals. Sein 50-jähriges Mitgliedsjubiläum hatte er im Jahr 2008.

Am 27. März 1985 musste er einen privaten Schicksalsschlag erleiden. Sein Sohn Martin (* 17. Juli 1975) kam bei einem Verkehrsunfall auf der Wiener Bundesstraße, Kreuzung Grödigerweg, ums Leben. Durch einen weiteren tragischen Vorfall im Jahre 1986 bekam er eine schwere Aufgabe zu meistern, die ihn vom Tod seines Sohnes ablenken konnte: Tschernobyl. Er lief sich in dieser Zeit die Sohlen für seine Bauern wund und mit Erfolg konnte er Entschädigungen bekommen. Am 18. Oktober 2008 verstarb er plötzlich und völlig unerwartet im Alter von nur 68 Jahren.

Auszeichnungen

Für seine verdienstvollen Tätigkeiten erhielt er hohe und höchste Auszeichnungen. 1995 erhielt er aus den Händen von BR Bgm. Ludwig Bieringer die höchste Auszeichnung, die ein Gemeindebürger von Wals-Siezenheim bekommen kann: Die Ehrenbürgerwürde. Und im Jahre 2000 wurde ihm durch den damaligen Bundespräsidenten von Österreich, Dr. Thomas Klestil, der Berufstitel Ökonomierat verliehen und durch Bundesminister Mag. Wilhelm Molterer in Wien überreicht.

  • Verleihung des Berufstitels Ökonomierat (2000)
  • Verleihung der Ehrenbürgerschaft der Gemeinde Wals-Siezenheim (1995)
  • Ehrenmitglied der Salzburger Erwerbsgärtner
  • Träger des Ehrenzeichens in Gold der Österreichischen Erwerbsgärtner (1996)
  • Träger des Ehrenbruches in Silber der Salzburger Jägerschaft (1992)
  • Träger des Silbernen Ehrenabzeichens der ÖVP Salzburg (2000)
  • Träger des Bronzenen und Silbernen Ehrenzeichens des Salzburger Bauernbundes (1998)
  • Träger des Ehrenzeichens in Silber der Kammer für Land und Forstwirtschaft Salzburg (2000)
  • Träger des Verbandabzeichens in Gold des Landesverbandes der Eisschützen Salzburg (1994)
  • Träger div. Abzeichen von Vereinen

Bildergalerie

Quellen

  • Söhne von ÖkR Georg Neumaier
  • Blickpunkt Wals-Siezenheim, Ausgabe Dezember 2008