Gottfried Kumpf

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Bronzeskulptur Eule, von Gottfried Kumpf, vor der Mittelschule in Annaberg, 130 kg, gegossen in Bologna, Italien

Prof. Gottfried Kumpf (* 29. November 1930 in Annaberg, Tennengau)[1] ist ein österreichischer Maler und Bildhauer.

Leben

Gottfried Kumpf wurde als Sohn des Landarztes Dr. Kerner im Haus Annaberg 39 geboren. Er studierte zunächst Medizin, machte dann aber sein Hobby zum Beruf und arbeitet seit 1956 als freischaffender Maler.

Mit Fahrrad und Skizzenblock unternahm er zahlreiche Reisen durch Europa und Nordafrika.

1964 hatte er seine ersten Ausstellungen in Bratislava (Tschechoslowakei), Köln, München (beide Bundesrepublik Deutschland), New York (Vereinigte Staaten von Amerika), in der Stadt Salzburg und Wien. Er lebte einige Jahre in Wien und zog 1968 mit seiner Frau, ebenfalls einer Malerin, ins Burgenland, nach Breitenbrunn am Neusiedler See. Gemeinsam restaurierten sie einen Streckhof aus dem 17. Jahrhundert.

Gottfried Kumpf versuchte sich auch als Schauspieler und verkörperte 1970 in dem Film „Das falsche Gewicht“ von Bernhard Wicki und Fritz Hochwälder, nach einer Novelle von Josef Roth, die Rolle des Zigeuners „Sameschkin“.

Es entstanden mehrere Bücher von und über Kumpf, Kinderbücher sowie Illustrationen.

Auf fast jedem Bild von Gottfried Kumpf sitzt das bekannte Kumpf-Idol, „Der Asoziale“. Als dieser zum ersten Mal auf einem Bild auftauchte, bekam er den Namen „Wanderer am Rande der Welt“, wurde aber mit der Zeit in den „Asozialen“ umbenannt, und dabei ist es geblieben. 1974 entstand von diesem Markenzeichen die erste Bronzefigur.

1983 entstand die erste von Gottfried Kumpf gestaltete Briefmarke in der Sonderpostmarkenserie „Moderne Kunst in Österreich“. Weitere Briefmarken für die Österreichische Post und die UNO folgten.

Nachdem seine Frau Maria Plachky im Jahr 1982 verstorben war, heiratete Gottfried Kumpf 1984 zum zweiten Mal in Salzburg.

Kumpf baute eine elf Meter hohe drehbare Weihnachtspyramide, die jedes Jahr am Eingang des „Wiener Adventmarktes“ vor dem Rathaus aufgestellt wird.

In den weiteren Jahren entstanden großformatige Ölgemälde und Bronzefiguren, die bei großen Ausstellungen überall auf der Welt zu sehen sind.

Kumpf entwarf und gestaltete in den 1990er-Jahren Restaurants und Hotels an der Ostautobahn A4 sowie das Bühnenbild des „Zigeunerbarons“ bei den Seefestspielen in Mörbisch im Burgenland.

1995 erfolgte die Eröffnung des Skulpturenparkes mit drei Meter hohen Skulpturen des Künstlers aus Stahl auf dem Vorplatz des Wasserwerkes Wien-Bisamberg.

Die Werke von Gottfried Kumpf befinden sich in öffentlichen und privaten Sammlungen.

Am 30. Juni 2006 wurde am Vorplatz der Hauptschule Annaberg der neue Kumpf-Brunnen mit einer von Kumpf gestifteten Bronze-Eule eingeweiht.

Ehrungen und Auszeichnungen

1982 wurde Gottfried Kumpf für seinen Einsatz zur Erhaltung des Naturschutzgebietes „Lange Lacke“ der „Award for Conservation Merit“ durch H.R.H. Prinz Philip, Präsident des WWF (World Wide Fund for Nature), verliehen. Mit seinem Ölbild „Löffler über der Langen Lacke“, welches als Poster gedruckt und durch eine große Werbekampagne unter anderem des WWF und ORF bekanntgemacht wurde, trug Kumpf wesentlich dazu bei, dass der „Nationalpark Neusiedler See-Seewinkel“ entstehen konnte.

1989 wurde er Ehrenbürger von Breitenbrunn, und eine Straße in Breitenbrunn wurde nach ihm benannt.

Zu Ehren des 89. Geburtstages von Gottfried Kumpf wurde am 7. September 2019 die von ihm selbst gestaltete "Kumpf-Gondel" der Donnerkogelbahn im Astauwinkel festlich präsentiert.[2]

Anlässlich seines 90. Geburtstages verlieh ihm die Gemeinde Annaberg-Lungötz am 29. November 2020 ihre Ehrenbürgerschaft.[3]

Weblinks

Quelle

Einzelnachweis

  1. Taufbuch der Pfarre Annaberg, Band V, S. 245.
  2. Gemeindezeitung Annaberg-Lungötz Aktuell, Ausgabe 16, November 2019
  3. Homepage der Gemeinde Annaberg-Lungötz: Prof. Gottfried Kumpf, abgerufen am 18. Jänner 2021