Großglockner Trophy

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Großglockner Trophy 2002
Großglockner Trophy 2004
Großglockner Trophy 2004

Die Großglockner Trophy für historische Rennmotorräder bis Baujahr 1962 ist ein Gleichmäßigkeitsbewerb auf der Großglockner Hochalpenstraße im Pinzgau, das von Motorradenthusiasten bereits als "das schönste Bergrennen in Europa" bezeichnet wurde[1].

Art der Veranstaltung

Die Veranstaltung wurde als ein Gleichmäßigkeitsrennen in zwei Wertungsläufen für historische Rennmotorräder bis Baujahr 1962 auf der Großglockner Hochalpenstraße von Ferleiten (1 145 m ü. A.) 12,9 km zum Fuscher Törl (2 402 m ü. A.) ausgeschrieben. Dabei wird ein Höhenunterschied von 1 260 Meter überwunden. Dies entspricht damit auch der ehemaligen Renndistanz bei den Großglockner Automobil- und Motorradrennen 1938 und 1939. 1935, beim ersten Glockner Rennen startete man noch direkt im Ort Fusch an der Großglocknerstraße).

Veranstalter

Als Veranstalter tritt der Motorveteranen Club Zell am See, vertreten durch Thomas Fritsch aus Maishofen auf.

Die Veranstaltungen

Als Memorial in Erinnerung an den Rennprofessor Dr. Helmut Krackowizer

2002, 2004 und 2006 fand diese Veranstaltung in Erinnerung an den Rennprofessor Prof. Dr. Dkfm. Helmut Krackowizer statt. Nachdem sich Peter Krackowizer, ein Sohn des Rennprofessors, der die Veranstaltungen 2004 und 2006 unterstützt hatte, und Mag. Alfons Fischer, Schwager des Rennprofessors und Geschäftsführer der Porsche Alpenstraße - Sponsor dieser Veranstaltung 2004 und 2006, nach der Veranstaltung 2006 als unterstützende Mitwirkende zurückgezogen hatten, ließ der Veranstalter den Zusatz in Memorial Prof. Dr. Helmut Krackowizer bei den künftigen Veranstaltungen weg.

Nur mehr Großglockner Trophy

Die Veranstaltungen 2008, 2010 und 2012 trugen nur mehr den Titel Großglockner Trophy.

2002

Schon bei der ersten Großglockner Trophy kamen mehr als 100 Rennmotorräder und Beiwagengespanne aus ganz Europa. Alte Weggefährten von Helmut Krackowizer, junge Enthusiasten dieses Motorsports und andere waren am 14. September 2002 an der Großglocknerstraße. Diese erste Trophy fand am zusammen mit einer Traktorenveranstaltung statt, deren Teilnehmer ebenfalls die Großglockner Hochalpenstraßen hinauf fuhren.

Die Schnellsten des zweiten Laufes waren dann Bill und Maggie Tuer (GB) mit ihrem Beiwagengespann mit einer Laufzeit von 9:19,56 (83 km/h Schnitt), was auch Tagesbestzeit war; schnellster einspuriger Motorradfahrer: Andrew Bennett (GB) auf Norton Manx Special (1958, 1 098 cm³) mit einer Zeit von 9:33,39 (81 km/h Schnitt).

Da es sich ja aber um eine Gleichmäßigkeitsprüfung handelte (beide Läufe sollten möglichst in derselben Zeit gefahren werden), sah natürlich dann das offizielle Rennergebnis anders aus. Die geringste Zeitdifferenz hatte Goeff Sawyer (GB) auf Jabs (1950, 490 cm³) mit 0,03 Sekunden Differenz zwischen beiden Fahrten.

2004

War die Vorbereitungszeit zur ersten Trophy doch noch recht kurz, so gelang es dem Veranstalter für 2004, am 3. Juli, mit Unterstützung von "Porsche Alpenstraße" eine Reihe interessanter Personen und Motorräder zur Großglockner Hochalpenstraße zu bringen:

  • Sammy Miller, ex-Motorrad-Rennfahrer und mehrfacher Trial-Weltmeister, kam mit einer Gilera-500 aus 1957
  • Dank des Autohaus "Porsche Alpenstraße" in Salzburg konnte eine DKW 250 SS Ladepumpen-Rennmaschine aus dem Jahr 1939 aus dem Ingolstädter Audi-Museum "Audi Tradition" an den Start gebracht werden,
  • die von "Gustl" August Hobl, Vizeweltmeister 1956 der 350er Klasse, gefahren wurde
  • die Audi Tradition brachte auch einen Auto Union Rennwagen Typ C 16 Zylinder: dieser von Prof. Ferdinand Porsche entwickelte 16-Zylinder-V-Motor brachte anfangs 295 PS (1934) auf die Räder, in der Endphase 1936 waren es dann aber schon 520 PS. Der Auto Union Typ C war 1936 der erfolgreichste deutsche Grand Prix Rennwagen. Insgesamt nahm der Wagen an 59 Wettbewerben teil, wovon er 33 für sich entscheiden konnte, am Steuer Bernd Rosemeyer, Hans Stuck, H. P. Müller und andere. Apropos Prof. Ferdinand Porsche: 1938 fuhr vor den „Ostmärkern“, die „Stielaugen“ staunten, Prof. Porsche in einer Rennpause mit einem Prototyp des „VW“ die Rennstrecke hinauf - ohne dass der Motor zu kochen begann, ohne Nachfüllen von Kühlwasser. Seine Zeit: 21:54,4 was einem Schnitt von 34,5 km/h entspricht.
  • ex-Rennfahrer und langjähriger "Secretary of the TT Riders Association", Allan Robinson, kam auf Einladung der BMW "Mobile Tradition" mit einer BMW R 51 RS

2006

Am 1. Juli 2006 fand die dritte Trophy statt. Auch in diesem Jahr waren unter den rund 120 Teilnehmern wieder Raritäten bei den Rennmotorrädern zu bewundern:

  • eine Zehnder aus der Schweiz, Baujahr 1929)
  • eine drei letzte noch drei existierenden Alcyon Zürcher, ebenfalls aus der Schweiz (Baujahr 1927)
  • einer der Sieger 2004, Harry Long mit seiner Rudge Rapid 2-Ventiler aus 1938
  • eine Sunbeam Racing aus 1928
  • eine Velocette KTT MK8 aus 1947, die 1948 vier Grand Prix Siege mit Tonny Wood errang und die Qualifikationsmaschine von Freddy Frith (Motorradweltmeister 1949 in der Klasse bis 350 cm³) war
  • einige Aer Macchi Ala D'Oro, die Anfang der 1960er Jahre zu großen Ehren kam (u. a. mit Alberto Pagani);
  • Walter Wartbichler, bekannt aus der Eisspeedway-Szene (7. in der WM 1977, 10. - 1978 und 1980, mit seinem Bruder Kurt 4 . bei der Team-WM 1979, 5. - 1980, 1981, 1982 und 1984) kam mit einer Norton Manx 500 aus 1961;

"Porsche Alpenstraße Salzburg" brachte einen der legendären Audi Quattro Rallye an die Glocknerstraße. Auch eine stattliche Anzahl an Beiwagengespannen sorgte für Spannung und interessante Bilder.

2008

Keine weiteren Angaben zu dieser Veranstaltung vorhanden[2].

2010

Keine weiteren Angaben zu dieser Veranstaltung vorhanden[3].

2012

Bei der Veranstaltung am 7. Juli 2012 kam es zu einem tödlichen Unfall. Ein 79-jähriger Rennteilnehmer aus England war kurz vor 10:00 Uhr mit seiner Ducati, Baujahr 1932, durch das Ziel am Fuscher Törl gefahren. Unmittelbar dahinter verlor er die Kontrolle über sein Motorrad und prallte gegen eine Gehsteigkante. Wie die Polizei feststellte, hatte der Fahrer offensichtlich nicht richtig gebremst, das Motorrad wurde durch die Gehsteigkante nach oben abgelenkt, stieg in die Höhe und wurde über eine Holzabsperrung in eine Gruppe von Zuschauern geschleudert. Der Lenker wurde aus dem Sattel geschleudert und kam erst nach 30 Metern schwer verletzt auf einer Böschung zu liegen. Hinter der Absperrung wurden zwei Zuschauer, eine 32-jährige Frau aus Niederösterreich und ihr Vater - von dem Motorrad getroffen. Der 52-Jährige Mann erlitt leichte Verletzungen, seine Tochter starbt jedoch noch an der Unfallstelle. Die Frau dürfte von der Maschine am Kopf getroffen worden sein.

Der Veranstalter brach das Rennen ab. Ein Sachverständiger, der von der Staatsanwaltschaft Salzburg mit der Untersuchung beauftragt wurde, nahm seine Arbeit noch am selben Tag auf. Der Veranstalter war noch zu keiner Stellungnahme erreichbar[4].

Weblinks

Quellen

  1. Aussage stammt von der Homepage des Veranstalters
  2. auf der Homepage des Veranstalters nachzulesen bergcup.bigfoot-design.at
  3. auf der Homepage des Veranstalters nachzulesen bergcup.bigfoot-design.at
  4. ein ausführlicher Bericht über die Veranstaltung siehe www.classic-motorrad.de