Halleiner Schwestern Franziskanerinnen

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neuer Ordenssitz der Halleiner Schwestern Franziskanerinnen (Bildmitte), betreutes Wohnen (rechts), beim Schloss Kahlsperg
Neues Mutterhaus der Halleiner Schulschwestern in Kahlsperg und Betreutes Wohnen, Ansicht vom Almerberg

Die Halleiner Schwestern Franziskanerinnen HSF (ehemals: Kongregation der Schulschwestern vom 3. Orden des heiligen Franziskus Seraphikus oder kurz Halleiner Schulschwestern) ist ein Frauenorden, der nach der Lehre des hl. Franz und der hl. Klara von Assisi lebt.

Geschichte

Die Halleiner Schulschwestern (Franziskanerinnen) wurden 1723 von Maria Theresia Zechner in der Tennengauer Bezirkshauptstadt gegründet. Erstes Ziel des Ordens war es, den Kindern der Salinenstadt eine Ausbildung zu ermöglichen. Erstes Ordensgebäude war das damalige Lerchnerhaus (auch Büchsenmacherhaus) neben der Stadtpfarrkirche Hallein.

In den Anfangsjahren wird die Arbeit der Schwestern in ihrer Privatschule oftmals von den Feindseligkeiten der anderen Halleiner Schulen erschwert.

1845 gründete der Orden auf Wunsch von Kaiserin Carolina Augusta eine Niederlassung in Wien-Erdberg.

Von 1908 bis 1993 waren die Halleiner Schulschwestern im Krankenhaus Tamsweg engagiert, aber bereits im 19. Jahrhundert versahen sie Pflegedienste im Lungau.

1938 wurde die Schule von der NSDAP aufgelöst. Nach der Wiedereröffnung 1945 konzentrierte sich der Orden auf die Ausbildung in Textilberufen. Von Kriegsende bis 1948 war der Muttersitz des Ordens im Schloss Aigen untergebracht, seit 1952 dann im Salzburger Stadtteil Morzg. Dort erwarben die Schwestern die 1616 von Fürsterzbischof Markus Sittikus erbaute Emsburg, das einzige Gebäude in der Stadt Salzburg, das im venezianischen Stil gebaut wurde. 2010 verkauften sie es an den Salzburger Geschäftsmann Haythem Al Wazzan.

Mit dem Erlös des Verkaufes der Emsburg wurde auf ihrer Besitzung in Oberalm im Bereich des Schlosses Kahlsperg ein neues Mutterhaus errichtet. Dazu wurde der Wiener Architekt Heinz Tesar engagiert. Mit Jahreswechsel 2012/13 bezogen dann die Schwestern den Neubau neben der Seniorenresidenz Schloss Kahlsperg.

Am 21. September 2006 erfolgte die Umbenennung der Halleiner Schulschwestern in Halleiner Schwestern Franziskanerinnen (abgekürzt HSF).

2010 gehörten den Halleiner Schwestern Franziskanerinnen 75 Schwestern in Österreich und 45 Schwestern in Bolivien und Argentinien an. 2016 gab es noch über 60 Schwestern.

Aufgaben

Bis 2016 waren die Halleiner Schulschwestern Schulerhalter der Modeschule Hallein. Eine dreijährige Fachschule und eine fünfjährige Höhere Lehranstalt für Mode sind die gegenwärtigen Nachfolger der von Maria Theresia Zechner gegründeten Privatschule. Diese Höhere Lehranstalt und Fachschule für wirtschaftliche Berufe Hallein wurde jedoch 2016 ebenso wie die katholische Privatschule Elisabethinum in St. Johann im Pongau abgegeben. Letztere ist eine Höhere Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe. Die Schule wurde nach der heiligen Elisabeth von Thüringen benannt.

Die Schwestern zogen sich mit 2016 aus dem Schulgeschäft zurück. Bereits 2006 verschwand "Schule" aus dem Ordensnamen. 2008 wurde der Verein für Bildung und Erziehung gegründet.

Bis Ende Juni 2017[1] betreuten sie die Seniorenresidenz im Schloss Kahlsperg in Oberalm und bis 2006 beinahe unentgeltlich das Frauenhaus Mirjam. Auch der Verein "San Helios", der einen Kinderhort für benachteiligte Kinder in Hallein unterhält, entstammt dem Orden und wird von einer exklaustrierten Schwester, Daniela Linke, geführt.

Bildergalerie

Weblink

Quellen

  • Homepage der Modeschule Hallein

Fußnoten

  1. Salzburger Nachrichten, Lokalausgabe vom 11. Juli 2017