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Harald Dengg

Harald Dengg, Verleihung des Tobi Reiser-Preises am 1.3.2007

Prof. Harald Dengg (* 3. Jänner 1940 in Mauterndorf im Lungau) war der Leiter des Referats für Salzburger Volkskultur und langjähriger Leiter des Salzburger Volksliedchores. Er hatte noch viele weitere Ämter, sowohl beruflich als auch ehrenamtlich, inne, und machte sich im Bereich der Salzburger Volkskultur und Heimatpflege äußerst verdient.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Harald Dengg, geboren im Jahre 1940 als Sohn von Adolf Dengg in Mauterndorf im Lungau, entstammt der Salzburger Lehrerfamilie Dengg, die sich über sechs Generationen hinweg um die Ausbildung der Jugend und die Pflege der Volkskultur, besonders die Pflege des Volksliedes und der Volksmusik, angenommen hat. Auch Harald Dengg begann seine Berufslaufbahn zuerst als Volks- und Hauptschullehrer.

1968 übergab Denggs Onkel, Prof. Sepp Dengg, die Chorleitung des Salzburger Volksliedchores an Harald Dengg. Über 30 Jahre lang führte Harald Dengg den Salzburger Volksliedchor in Zusammenarbeit mit dem Chorvorstand Hans Berner. In dieser Zeit erhielt das Liederrepertoire dieses Chores eine große und schöne Erweiterung, vor allem durch Lieder von Cesar Bresgen und Wilhelm Keller. Als sich der Salzburger Volksliedchor im Jahre 1972 mit dem Singkreis Landa Ruprecht zusammenschloss, wurde der Chor erneut von Tobi Reiser d. Ä. zur Mitwirkung beim Salzburger Adventsingen eingeladen. Seit diesem Zeitpunkt übernimmt der Salzburger Volksliedchor bei dieser jährlichen großen Adventveranstaltung eine wichtige Rolle. Im Jahre 2001 übergab Prof. Harald Dengg die Leitung des Salzburger Volksliedchores an seine Tochter Mag. Burgi Vötterl.

Am 1. Jänner 1975 wurde Harald Dengg Leiter des Referates für Heimatpflege – seit 1995: für Volkskultur – im Amt der Salzburger Landesregierung. Besonders betreute er die Bereiche Blasmusik, Volkslied, Volksmusik, Volkstanz, Brauchtum, Tracht, Schützenwesen und Heimatmuseen.

Harald Dengg war nicht nur Leiter des Referates für Salzburger Volkskultur, sondern auch über 20 Jahre der ehrenamtliche Landesobmann des Salzburger Blasmusikverbandes, des Landesverbandes der Salzburger Heimatvereine und des Landesverbandes der Salzburger Schützen, weiters war er ebenfalls ehrenamtlich 32 Jahre lang Chorleiter des Salzburger Volksliedchores und 30 Jahre Vorsitzender des Salzburger Volksliedwerkes.

Der Österreichische Bundespräsident Thomas Klestil verlieh Harald Dengg im Jahre 1997 als Anerkennung seines musikalischen und wissenschaftlichen Wirkens im Bereich der Volkskultur den Berufstitel Professor.

Im Jahre 1999 wurde Harald Dengg der Stern von Bethlehem verliehen.

Von 1999 bis 2005 fungierte Harald Dengg auch als geschäftsführender Vorsitzender, davor durch viele Jahre als stellvertretender bzw. geschäftsführender Vorsitzender des Vereines Salzburger Volksliedwerk.

Tobi-Reiser-Preis 2007 für Harald Dengg

Im Jahre 2007 wurde Harald Dengg wegen seiner langjährigen Tätigkeit als Leiter der Salzburger Volkskultur, Leiter des Salzburger Volksliedchores u.v.m. mit dem Tobi-Reiser-Preis 2007 ausgezeichnet. Bei der Überreichung des Preises würdigte Landesrätin Doraja Eberle den Geehrten wie folgt: Während der 25-jährigen Tätigkeit von Harald Dengg als Leiter des Referates für Volkskultur habe deren Popularität einen höchst bemerkenswerten Aufschwung erlebt; 6500 aktive Blasmusiker, 145 Musikkapellen, 12.000 Mitglieder in 300 Heimatvereinen und Brauchtumsgruppen, 5100 Brauchtumsschützen in 100 Schützenkompanien, 11.000 Sänger in 400 Chören und 3500 Mitglieder in Volkslied- und Volksmusikgruppen seien ein eindrucksvoller Beweis dafür, dass Brauchtum die Menschen bewege. Harald Dengg stehe für den zeitlosen Wert der Volkskulturpflege im Land Salzburg mit einer weit darüber hinaus reichenden Strahlkraft. Es könne wohl keinen würdigeren Träger des Tobi-Reiser-Preises geben.

Literatur

Harald Dengg ist unter anderem auch Autor bzw. Mitautor einiger literarischen Werke, zum Beispiel von folgenden:

  • Salzburger Heimatpflege – Berichte, Mitteilungen, Brauchtumskalender, 9. Jahrgang, Heft 2, Juni 1985, Salzburger Heimatpflege
  • Salzburger Volkskultur – Zeitschrift der Salzburger Heimatpflege, 16. Jahrgang, Juni 1992, Salzburger Heimatpflege
  • Das Salzburger Jahr 1979 – 1980, Residenz Verlag, 1979, Salzburg
  • Das Salzburger Jahr 1978 – 1979, Residenz Verlag, 1978, Salzburg

Weblinks

Quellen