Johann Pirchl (senior)

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Johann Pirchl (senior) (* 10. Dezember 1825 in Kitzbühel; † 8. Juni 1903 in Mühlbach am Hochkönig) war Direktor der Mitterberger Kupferwerke bis 1900 sowie von 1867 bis 1880 Bürgermeister der Gemeinde Mühlbach am Hochkönig.

Leben

Der gebürtige Kitzbüheler beschäftigte sich schon seit früher Jugend mit dem Bergbau. 1852 kam er als Adjunkt (Gehilfe eines Beamten) zur Mitterberger Gesellschaft, rückte 1861 zum Verwalter auf und trat 1900 in den Ruhestand.

Er musste auch bittere Tage erleben. 1879 zerstörte eine zweimonatige Starkregenperiode die jung aufblühenden Gewerkeanlagen und richtete einen Schaden von 180.000 Kronen an.

Auf seine Initiative hin entstand unter dem Wegbauer Michael Facinelli, der später Gastwirt in Bischofshofen wurde, auf Kosten der Gesellschaft eine neue Straße vom Mühlbach weg an der rechtsseitigen Berglehne zu errichten. Durch diese Straße konnte Pichl seine Idee 1885 verwirklichen, die Schmelzhütte aus dem Mühlbachtal nach Außerfelden zu verlegen.

Er widmete sich auch der Erforschung des prähistorischen Bergbaus in der Gegend. Darüber schrieb er eine Monografie "Die Uransiedlung am Götschenberge", die in den Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde, Band XLII, 1902, erschien. Die Gesellschaft für Salzburger Landeskunde hatte ihn schon 1876 zum korrespondierenden Mitglied ernannt.

Jahrelang war er auch Bezirksschulrat von St. Johann gewesen. Unter seiner Führung erlebte der Mitterberger Kupferbergbau nochmals eine Blütezeit.

In früheren Jahren war Pirchl auch Mitglied des Bischofshofener Gemeindeausschusses gewesen.

Zu seinem Begräbnis waren viele Persönlichkeiten erschienen. Unter ihnen waren der Bezirkshauptmann Maria Joseph Graf Plaz, der Obmann der Sektion Salzburg des Deutsch-Oesterreichischen Alpenvereins Dr. Moritz Zeppezauer,, der Verwalter der Konkordiahütte Grießenböck u. a.. Vertreter der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde waren gekommen, von der Lehrerschaft erschien eine größere Abordnung und 40 Knappen mit brennenden Grubenlampe gingen dem Sarg voraus.

Sein Nachfolger im Mitterberger Kupferbergbau war sein Sohn Johann.

Quellen

Zeitfolge