Michael Dobler

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Michael Dobler (* 29. September 1868 in Bruck in der Oberpfalz, Bayern; † 6. Juni 1947 in Salzburg) war ein sozialdemokratischer Politiker der Zwischenkriegszeit.

Werdegang

Michael Dobler war gelernter Bäcker und kam um 1888 nach Salzburg, wo er an der Gründung des Bäckerfachvereines mitwirkte. 1942 feierte er sein Sechzigjahr-Arbeitsjubiläum, davon 45 Jahre als Bäckermeister in Salzburg.[1] Sein Bäckerbetrieb war in der Ignaz-Harrer-Straße 11[2] und in der Gaswerkgasse 32[3] in der Stadt Salzburg.

Am 7. Juli 1896 heiratete er in der Dompfarre die Köchin Anna Wenzl. Nach seiner Scheidung heiratete er am 23. September 1926 in Salzburg Elisabeth Grabner.[4]

Gemeindepolitik

Von 1918 bis 1934 war Dobler sozialdemokratischer Politiker und seit 13. Juli 1919 Mitglied des Gemeinderates der Stadt Salzburg. Bis 1934 stand Dobler im Gemeinderat an der Spitze der SDAP-Fraktion und hatte dabei auch das Amt des Vizebürgermeisters unter Bürgermeister Max Ott inne[5].

Sonstiges

Im Februar 1934 wurde Dobler seines Amtes als Gemeinderat und Vizebürgermeister enthoben. Wenig später distanzierte er sich als einziger seiner Fraktionkollegen öffentlich von der sozialdemokratischen Partei und trat aus dieser aus. [6].

Quellen

  • Kaut, Josef: Der steinige Weg. Geschichte der sozialistischen Arbeiterbewegung im Lande Salzburg. 2. Aufl. Salzburg (Graphia) 1982, S. 260.
  1. Quelle ANNO, Salzburger Volksblatt, Ausgabe vom 31. Oktober 1942, Seite 5: "Michael Dobler feierte sein Sechzigjahr-Arbeitsjubiläum
  2. Quelle ANNO, Salzburger Chronik, Ausgabe vom 21. Mai 1938, Seite 15, eine Werbeeinschaltung
  3. Quelle ANNO, Salzburger Wacht, Ausgabe vom 13. Jänner 1912, Seite 15, Werbeeinschaltung
  4. Trauungsbuch der Dompfarre Salzburg, Band XI, S. 431
  5. Ernst Hanisch "Im Zeichen des allgemeinen Wahlrechts (1918–1934)" in Vom Stadtrecht zur Bürgerbeteiligung. Festschrift 700 Jahre Stadtrecht von Salzburg", hrsg. Heinz Dopsch, Salzburger Museum Carolino Augusteum, Jahresschrift Bd. 33–1987, Teil III: Zwischen Demokratie und Diktatur, Salzburg im 20. Jahrhundert; S. 233–224
  6. Salzburger Chronik vom 17.02.1934, S. 4–5