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Missionshaus St. Rupert

Missionshaus St. Rupert
Missionshaus St. Rupert
Missionshaus mit dem 47,5 m hohen Turm
Missionshaus St. Rupert von Westen

Das Missionshaus St. Rupert in Bischofshofen ist sowohl ein kleines missionarisches Zentrum für den Pongau als auch ein katholisches Privatgymnasium und steht unter Denkmalschutz.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Das Missionshaus St. Rupert wurde von Arnold Janssen, dem Stifter des Steyler Missionswerkes, im Jahre 1904 gegründet. Die von ihm entsandten Ordensbrüder errichteten auf dem angekauften Gut „Großkreuzberg“ ein Werkhaus und einen Wohntrakt. In der Niederlassung des Missionswerkes in Bischofshofen sollten junge Menschen für den Missionsdienst herangebildet werden. Zwei Jahre nach der Gründung zogen die ersten Mitbrüder ein. 1907 wurde die Schule eröffnet. Die Zahl der Schüler stieg in den darauffolgenden Jahren auf 100 an. Zum Missionshaus kam ein Werkhaus und ein Sägewerk dazu. Es erhielt eine hauseigene Wasserleitung sowie eine Gärtnerei und einen eigenen Friedhof.

Der Beginn des Ersten Weltkrieges stoppte das Aufblühen des Hauses. Es wurde ein Notspital mit über 100 Betten eingerichtet. Die Schule konnte nur noch eingeschränkt weitergeführt werden.

Die Zwischenkriegszeit bescherte dem Missionshaus eine einzigartige Entwicklung. Die Schule wurde von 150 Buben besucht. Sie erlernten in den Werkstätten einen Beruf, um danach als Missionare in alle Kontinente zu gehen. Von 1925 bis 1929 wurde an dem Bau einer neuen Klosterkirche gearbeitet.

1939 wurde das Missionshaus samt Schule von den Nationalsozialisten enteignet und als „nationalsozialistische Musterschule“ weitergeführt. Gegen Ende des Krieges wurde das Haus zu einem Lazarett umfunktioniert. 79 Soldaten wurden auf dem Klosterfriedhof beerdigt.

1945 konnte der Orden St. Rupert wieder zurückgewinnen. 1953 fand die erste Reifeprüfung nach dem Krieg statt. Ab 1971 wurde die Schule auch externen Schülern zugänglich gemacht. 1988 wurde sie auch für Mädchen geöffnet. 1999 übernahm die Leitung des Missionsprivatgymnasiums erstmals kein Ordensangehöriger.

Zwischen 1995 und 1999 fanden umfangreiche Umbauten und Sanierungsmaßnahmen sratt. Es wurde ein neuer Tennisplatz angelegt sowie eine Laufbahn und ein Beach-Volleyballplatz. 2006 entstanden eine neue Turnhalle und ein Klassenzimmer im Freien.

Rektoren

Hauptartikel Rektoren des Missionshauses St. Rupert

Kirche

Die neubarocke Kirche wurde 1929 eingeweiht. Sie ist dem Heiligen Rupert, dem Landes- und Hauspatron, geweiht. Der Turm ist 47,5 Meter hoch und das Wahrzeichen von St. Rupert.

Die Kirche wurde 2004 umfangreich renoviert. Der barocke Hochaltar mit mächtigem Säulenaufbau umschließt ein großes Tafelbild mit der Darstellung des Heiligen Rupert, wie er das Kreuz aufrichtet. Das Gemälde wurde vom Tiroler Künstler Wolfram Köberl hergestellt.

Die Altäre des Ordensgründers (des Heiligen Arnold Janssen) und des China-Missionars (des Heiligen Josef Freinademetz wurden 1980 von Ferdinand Kubitschek gestaltet.

Statistik nach 100 Jahren

  • Zirka 5 000 Schülerinnen und Schüler besuchten bis 2004 die Missionsschule
  • 220 Priester haben die Schulausbildung in St. Rupert genossen

Das Missionshaus heute

Heute leben im Missionshaus fünf Patres, die als Pfarrseelsorger in der Umgebung wirken. Weiters drei Brüder und drei Schwestern. 38 Lehrer arbeiten in der Schule.

Sowohl die Chöre als auch das Streich- und Blasorchester und die sportlichen und künstlerischen Erfolge tragen zum hervorragenden Ruf des katholischen Privatgymnasiums bei.

Das Privatgymnasium St. Rupert, wurde im September 2018 von den Steyler Missionaren an die Vereinigung von Ordensschulen in Österreich, kurz VOSÖ, übergeben. Damit ist der weitere Schulbetrieb des Gymnasiums ganz im Sinne des Ordens auf lange Sicht hin abgesichert.[1]

Weblinks

Quellen

  1. Salzburger Woche, Ausgabe Pongauer Nachrichten, 23. Februar 2017, Gymnasium St. Rupert mit neuem Träger