Salzburger Mozartfest

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Die acht Salzburger Mozartfeste fanden zwischen 1877 und 1910 in der Stadt Salzburg statt.

Entstehung

Die Mozartfeste waren auf Initiative von Lilli Lehmann entstanden und gelten als Vorläufer der Salzburger Festspiele. Vor allem beim 7. Salzburger Mozartfest, das vom 14. bis 20. August 1906 stattgefunden hatte, trat sie mit ihrer berühmt gewordenen Produktion von Mozarts Don Giovanni hervor. Darin sang sie die Partie der Donna Anna und konnte für diese Aufführung die besten Sänger ihrer Zeit engagieren.

Die Mozartfeste

Mozartfeste fanden 1877, 1879, 1880, 1891, dann erst wieder 1901, 1904, 1906 und 1910 statt.

Die Salzburger Musikfeste brachten stets Defizite und daher war nach 1891 eine größere Pause notwendig. Auch konnten keinen Mittel für den Bau eines Salzburger Festspielhauses aufgebracht werden und so blieb es bei den erwähnten Mozartfesten.

Diese Mozartfeste brachten bedeutende Künstler nach Salzburg, unter ihnen Reynaldo Hahn, Karl Muck, Felix Mottl, Gustav Mahler, Richard Strauss oder Alfred Roller.

Mozartfest 1877

Anlässlich des ersten Salzburger Mozartfestes 1877 waren die Wiener Philharmoniker nach Salzburg.

Mozartfest 1879

Abermals waren die Wiener Philharmoniker zu Gast beim Mozartfest, diesmal mit mit Hans Richter, der in Bayreuth die erste Gesamtaufführung von Richard Wagners "Ring der Nibelungen" geleitet hatte. Hans Richter war es, der 1887 - im Jahr, in dem die Stadt Salzburg mit zwei Aufführungen des Don Giovanni der Uraufführung dieser Oper 1787 in Prag gedachte - die Gründung eines Komiteés anregte, das ein Salzburger Festspielhaus und regelmäßige Mozart-Festspiele vorbereiten sollte.

Mozartfest 1906

Das Mozartfest 1906 dürfte das musikalisch bedeutendste Ereignis der Jahrhundertwende 19./20. Jahrhundert in Salzburg gewesen sein.

Das Mozartfest wurde vom 14. bis 20. August 1906 in Salzburg aus Anlass des 150. Geburtstages von Wolfgang Amadé Mozart veranstaltet. Höhepunkte waren die beiden Vorstellungen der Wiener Hofoper, die Kaiser Franz Joseph I. eigens für das Mozartfest genehmigt hatte: Don Giovanni (Dirigent Reynaldo Hahn) und Figaros Hochzeit (Dirigent Hofoperndirektor Gustav Mahler); weitere Veranstaltungen waren Konzerte der Wiener Philharmoniker unter der Leitung von Felix Mottl und Richard Strauss, sowie ein besonderer Gast, Camille Saint-Saëns, spielte den Solopart in Mozarts Klavierkonzert Es-Dur KV 482.

Während die internationale Presse Salzburg in den höchsten Tönen lobte, kritisierte das Blatt Salzburger Wacht, dass die Veranstaltung wieder nur den oberen Zehntausend vorbehalten sei und man eigentlich in der ganzen Stadt nichts vom Mozartfest merkte[1]. Allerdings entwickelte sich anlässlich dieses Mozartfestes bereits eine "Industrie", die den Namen "Mozart" vermarktete: es gab sinnvolle Accessoirs und weniger sinnvolle wie "Mozart-Messer" oder "Mozart-Schuhcreme".

Mozartfest 1910

1910 dirigierte Gustav Mahler "Die Hochzeit des Figaro" in der Bühnengestaltung von Alfred Roller. Lilli Lehmann, die viel gefeierte Sängerin, die 1901 zum ersten Mal als Donna Anna in "Don Giovanni" aufgetreten war, war ebenso wie Richard Mayr zu hören.

Quellen

Anmerkung

  1. diesen Eindruck konnten alle weiteren musikalischen Großereignisse in der Stadt Salzburg bis heute nicht ablegen