Salzburger Mozartfest

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Die acht Salzburger Mozartfeste fanden zwischen 1877 und 1910 in Salzburg statt.

Entstehung

Sie sind auf Initiative von Lilli Lehmann entstanden und gelten als Vorläufer der Salzburger Festspiele. Vor allem beim 7. Salzburger Mozartfest, das vom 14. bis 20. August 1906 stattgefunden hatte, trat sie mit ihrer berühmt gewordenen Produktion von Mozarts Don Giovanni hervor. Darin sang sie die Partie der Donna Anna und konnte für diese Aufführung die besten Sänger ihrer Zeit engagieren.

Mozartfest 1906

Das Mozartfest 1906 dürfte das musikalisch bedeutendste Ereignis der Jahrhundertwende 19./20. Jahrhundert in Salzburg gewesen sein.

Das Mozartfest wurde vom 14. bis 20. August 1906 in Salzburg aus Anlass des 150. Geburtstages von Wolfgang Amadé Mozart veranstaltet. Höhepunkte waren die beiden Vorstellungen der Wiener Hofoper, die Kaiser Franz Joseph I. eigens für das Mozartfest genehmigt hatte: Don Giovanni (Dirigent Reynaldo Hahn) und Figaros Hochzeit (Hofoperndirektor Gustav Mahler); weitere Veranstaltungen waren Konzerte der Wiener Philharmoniker unter der Leitung von Felix Mottl und Richard Strauss, sowie ein besonderer Gast, Camille Saint-Saëns, spielte den Solopart in Mozarts Klavierkonzert Es-Dur KV 482.

Während die internationale Presse Salzburg in den höchsten Tönen lobte, kritisierte das Blatt Salzburger Wacht, dass die Veranstaltung wieder nur den oberen Zehntausend vorbehalten sei und man eigentlich in der ganzen Stadt nichts vom Mozartfest merkte[1]. Allerdings entwickelte sich anlässlich dieses Mozartfestes bereits eine "Industrie", die den Namen "Mozart" vermarktete: es gab sinnvolle Accessoirs und weniger sinnvolle wie "Mozart-Messer" oder "Mozart-Schuhcreme".

Fußnote

  1. diesen Eindruck konnten alle weiteren musikalischen Großereignisse in der Stadt Salzburg bis heute nicht ablegen

Quelle