Nikolaus Gassner

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Sommerfrischlerin auf einem Stellwagen im Kapruner Tal

Nikolaus Gassner (* 1853 in Saalfelden; † 28. Dezember 1912 in München, Bayern) war ein Fremdenverkehrspionier im Pinzgau.

Leben

Nikolaus Gassner, Neuwirtssohn aus Saalfelden, konnte mit Mitteln aus seinem väterlichen Erbe studieren. Nach Abschluss seines Studiums wurde er im Jahr 1891 zum k. k. Bezirksbau-Ingenieur bestellt.

Nikolaus Gassner erkannte, dass die Erschließung der Sehenswürdigkeiten des Kapruner Tales für den Fremdenverkehr von Zell am See essentiell waren. Die Sigmund-Thun-Klamm, der Kesselfall, der Mooserboden und das Wiesbachhorn sollten daher den Touristen zugänglich gemacht werden. Er konnte Wohlhabende - darunter Fürst Johannes II. von Liechtenstein, Karl Freiherr von Schwarz aus Salzburg und Erzherzog Rainer - für seine Vorhaben begeistern und ihre finanzielle Unterstützung erreichen.

Er starb im 59. Lebensjahr nach einer Krebsoperation in einem Münchner Sanatorium und wurde in einem Ehrengrab auf dem Friedhof Zell am See beigesetzt.

Projekte

Nikolaus Gassner ließ in Kaprun die Villa Bürg erbauen. Er förderte den Bau der Straße nach Kaprun und gemeinsam mit seinem Bruder Josef erbaute er das Berghotel Mooserboden (1899), sowie das Hotel beim Kesselfall (1896). Auch auf seine Initiative hin wurde der Weg auf den Wasserfallboden errichtet, der mit Stellwagen befahren werden konnte. Unter Nikolaus Gassners Leitung wurde 1895 die erste Steganlage durch die Sigmund-Thun-Klamm errichtet.

Ehrungen

Nikolaus Gassner wurde noch zu Lebzeiten zum Ritter des Franz-Josef-Ordens ernannt und mit dem goldenen Verdienstkreuz mit der Krone ausgezeichnet.

Die Nikolaus-Gassner-Straße in Kaprun wurde nach ihm benannt.

Er erhielt in Zell am See ein Ehrengrab der Gemeinde. Eine Gedenktafel am Alpenvereinsweg zur Schranbachalm, die an ihn erinnerte, wurde Ende der 50er-Jahre gestohlen.

Quellen