Wilhelm Furtwängler

Aus Salzburgwiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Wilhelm Furtwängler um etwa 1920

Wilhelm Furtwängler (* 25. Jänner 1886 in Berlin; † 30. November 1954 in Baden-Baden) war ein bedeutender Dirigent und von 1952 bis zu seinem Tod Künstlerischer Leiter der Salzburger Festspiele.

Furtwängler und Salzburg

Furtwänglers Debüt bei den Salzburger Festspielen fand im Jahr 1937 statt, als er ein Orchesterkonzert mit den Wiener Philharmonikern gab, für die er bereits seit 1927 umfangreich tätig war. Im Jahr darauf folgte seine erste Opernproduktion mit den Meistersingern von Nürnberg.

Der Zweite Weltkrieg ließ die Zusammenarbeit bis 1947 abflauen, nur zwei Orchesterkonzerte in den Jahren 1940 und 1944 finden sich im Festspielarchiv. Nachdem Furtwängler in einem Entnazifizierungsverfahren freigesprochen worden war, begann er 1947 wieder für die Festspiele zu arbeiten. Abermals stand im ersten Jahr nur ein Konzert auf dem Programm, aber schon 1948 sieht das Publikum erstmals Wilhelm Furtwängler und Herbert von Karajan gemeinsam bei den Festspielen: Furtwängler inszeniert Fidelio, während Karajan Glucks Orpheus und Eurydike in der Felsenreitschule herausbringt.

Da Karajan und Furtwängler nicht zueinander passten, begann die große Zeit Karajans bei den Salzburger Festspielen erst nach Furtwänglers Tod. Neben Furtwängler brillierten in dieser Phase vor allem Karl Böhm und Bernhard Paumgartner am Dirigentpult in Salzburg.

Ab 1952 fungierte Furtwängler gemeinsam mit Böhm und Paumgartner als Künstlerischer Leiter der Salzburger Festspiele. Besonders seine Opernproduktionen hatten großen Einfluss auf die weitere Geschichte der Festspiele. In seinem letzten Jahr bei den Festspielen inszenierte er Mozarts Don Giovanni und Webers Der Freischütz. Am 30. August 1954 dirigierte er die Wiener Philharmoniker ein letztes Mal bei den Festspielen: Das Orchesterkonzert beinhaltete nur Werke von Beethoven, die Symphonien Nr. 7 und Nr. 8 fügten sich um die Große Fuge für Streicher B-Dur op. 133.

Noch voller Pläne für die Zukunft der Festspiele starb Furtwängler überraschend im Herbst 1954.

Ehrungen

Bereits am 17. Dezember 1954 beschloss der Salzburger Gemeinderat die Umbenennung des botanischen Gartens gegenüber dem Festspielhaus in Wilhelm-Furtwängler-Garten. Am 21. Oktober 1969 wurde auch noch die Furtwänglerpromenade in Aigen nach dem Dirigenten benannt.

Quellen