Besuch beim Nikolaus

Wenn der hl. Nikolaus heuer nicht zu uns kommen kann, dann besuchen wir ihn. Ein Adventspaziergang von Golling zur Nikolauskirche in Torren.

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Fit in die Natur Christian Heugl
Die Nikolauskirche in Blickrichtung Pass Lueg. Erstmals 1444 urkundlich erwähnt, steht sie auf uraltem Siedlungsboden.  SN/christian heugl
Die Nikolauskirche in Blickrichtung Pass Lueg. Erstmals 1444 urkundlich erwähnt, steht sie auf uraltem Siedlungsboden.

Wie ein Schiffsbug ragt die kleine gotische Nikolauskirche auf dem steil abfallenden Konglomeratfelsen im Gollinger Ortsteil Torren empor und erinnert daran, dass der hl. Nikolaus auch der Patron der Seeleute ist.

Der um 350 in der kleinasiatischen Hafenstadt Myra verstorbene Bischof zählt zu den populärsten Heiligen in der katholischen Kirche. Meist wird er mit drei goldenen Kugeln dargestellt, die er drei von Sklaverei und Prostitution bedrohten Mädchen als Startkapital in ein besseres Leben schenkte. Der Plan ging auf, seither wird am 6. Dezember mit kleinen gegenseitigen Gaben an den Wohltäter erinnert.

Ausgangspunkt der Rundwanderung, die großteils verkehrsberuhigten, allwettertauglichen Nebenstraßen folgt, ist der Bahnhof Golling. Entlang der Bahnhofstraße geht es 400 Meter in südlicher Richtung, bis die angeschriebene Route "Gollinger Wasserfall" durch eine Fußgängerunterführung nach rechts abzweigt. Baustellenbedingt etwas verwirrend, verläuft der Weg an der Weinstube Martina vorbei und überquert rechter Hand die Salzach. Nun ist die Situation wieder eindeutig, das Schild "Wasserfall" weist die weitere Richtung, die zuerst dem Wiesenweg und nach einem Kilometer links abzweigend dem Schwarzenbachweg bis zur Autobahnunterführung folgt.

Dahinter ist die Nikolauskirche nun nicht mehr zu übersehen, der Aufstieg auf das Felsplateau zweigt dem Torrener Hof schräg gegenüber nach rechts ab.

Die einsame Kirche ist aus verständlichen Gründen zumeist versperrt, aber der verglaste Eingangsbereich gibt schöne Einblicke auf die kostbare Innenausstattung frei. Im Zentrum steht der kürzlich renovierte Hochaltar mit einer Szene aus dem Leben des hl. Nikolaus. Der Weg führt wieder zum Torrener Hof retour und folgt dort zuerst nach rechts (Schild Bluntautal), dann dem nach links abzweigenden Bachteiweg.

Wenig später befindet sich etwas abseits die mystische Bartholomäuskapelle, unser Weg aber verläuft oberhalb durch einen wahren Zauberwald hinüber zum Parkplatz am Beginn des Bluntautals. Der letzte, 1,2 Kilometer lange Abschnitt folgt an der Lerchenmühle vorbei der Zufahrt (Bluntaustraße) nach Golling.

Wanderkarte. SN/freytag&berndt
Wanderkarte.

St. Nikolaus

So kommen Sie hin:
Bus & Bahn: mit Bus 170 oder Bahn bis Golling-Abtenau Bhf
Pkw: A 10, Abfahrt Golling. Im Ortsgebiet Richtung Bahnhof, Parken ain Bahnhofsnähe.
Gesamtdauer: 2 Stunden, 50 hm, 7,5 Kilometer.
Karte: f&b 392, ÖK 3210
Charakter: T 1

Aufgerufen am 18.01.2022 um 03:45 auf https://www.sn.at/kolumne/fit-in-die-natur/besuch-beim-nikolaus-113401027

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