Sieben echt seltsame Sportmomente 2018

Stadlobers Verdruss, Tausendguldenschuss, Diskus und jede Menge Stuss - mit dem Sportjahr 2018 ist nun Schluss.

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Hauptsache Sport Gerhard Öhlinger
 SN/gepa

1. "Verdammte Hitt'n!"

Langläuferin Teresa Stadlober ist bei Olympia in Pyeongchang besonders fleißig und läuft Extra-Meter, aber blöderweise nicht im Training, sondern im Rennen. Darum flucht Trainer-Papa Alois. Die zum Greifen nahe Medaille ist nach der Fehlnavigation futsch.

2. Diskus und kein Schluss

Diskuswerfer Lukas Weißhaidinger analysiert nach einer schwachen Qualifikation frustriert bereits sein frühzeitiges Aus bei der EM in Berlin. Am Ende gewinnt er Bronze.

3. "Wia a Tausendguldenschuss"

Bierbecher fliegen bei Sturm Graz - Larnaka (0:2) aufs Spielfeld, einer trifft den Schiri-Assistenten, das Match ist mehr als 40 Minuten unterbrochen. Das nachfolgende Interview des Becherwerfers im Auto eines steirischen Comedian - so etwas wäre nicht einmal SPIEGEL-Märchenonkel Claas Relotius eingefallen.

4. Doudou liest Zeitung

Ein 20-jähriger Fußballer aus Mali liest die Printausgabe einer österreichischen Tageszeitung. Nein, das war noch nicht der Gag. Das etwas weltfremde Szenario dient der Ankündigung, dass Amadou Haidara bei RB Salzburg bis 2022 verlängert hat. Leider nicht im Video: Die Szene, in der Doudou die Zusatzklausel mit dem alsbaldigen Wechsel zu RB Leipzig unterschreibt.

5. Ein spezieller Fan am Tivoli

Beim Testmatch Österreich - Russland sitzt Startrainer José Mourinho im letzten Winkel der VIP-Ränge. Schlecht getarnt mit Kapperl, bald entdeckt von den Selfiejägern. "The Special One" lotste weder Marko Arnautovic noch sonst einen Österreicher zu Manchester United und war am Jahresende selbst schon Ex-Coach in Old Trafford.

6. Die Armee des Lächelns

Überraschung bei Olympia in Pyeongchang: In Nordkorea leben nicht nur Männer mit seltsamen Frisuren und langweiligen Uniformen. Sondern auch Kampflächlerinnen. So viel spontane und natürliche Fröhlichkeit, es soll danach zu Masseneinwanderungen in Kims Reich gekommen sein.

7. Sockenschuss

In Sachen unerbittlicher Strafen nimmt es der Fußball-Weltverband mit jeder Diktatur auf. Socken mit einem falschen Logo (England, Uruguay) oder nicht genehmigte Getränke (Kroatien) kosteten bei der WM 2018 zwischen 50.000 und 70.000 Schweizer Franken Geldstrafe. Rassistische und homophobe Transparente oder Fan-Chöre wurden mit maximal 10.000 Franken geahndet.

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