Zehn Titel, zehn Meister: Was wurde aus Leonardo?

Beim Meistertitel 2011/12 gehörte das brasilianische Wunderkind a. D. zu den Gewinnern. Seine weitere Laufbahn blieb eng mit jener von Ricardo Moniz verbunden.

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Hauptsache Sport Gerhard Öhlinger
Déjà-vu mit Bullen: 2014 traf Leonardo (M.) in der 2. Liga mit 1860 München auf RB Leipzig.  SN/gepa pictures/ thomas bachun
Déjà-vu mit Bullen: 2014 traf Leonardo (M.) in der 2. Liga mit 1860 München auf RB Leipzig.

Schon als Zwölfjähriger war Leonardo de Vitor Santiago von Feyenoord Rotterdam als "Wunderkind" aus Brasilien geholt worden. Später war der Ballzauberer auch bei Ajax Amsterdam tätig, über NAC Breda kam er 2011 zu Red Bull Salzburg. Vier Tore in 30 Spielen trug er zum Titelgewinn unter Trainer Ricardo Moniz bei. Als der Coach danach mehr oder weniger freiwillig das Handtuch warf, war auch Leonardos Zeit in Salzburg abgelaufen. Bei seinem Ex-Coach hatte der begabte Techniker auch in der Folge immer ein Leiberl. Ob bei Ferencvaros Budapest, 1860 München oder am Ende beim FC Eindhoven, sein Trainer hieß immer Ricardo Moniz. Nur beim Gastspiel in Australien (Newcastle United Jets) war Leonardo allein unterwegs. Zwischen den Engagements gab es - ähnlich wie einst in Salzburg auf dem Platz - längere schöpferische Pausen.

2017 erhielt er den niederländischen Pass, kurz danach beendete Leonardo mit 34 Jahren seine aktive Karriere. Immer noch bewundern kann man seine Künste beim Beachsoccer, wo er für einen niederländischen Verein trickst.

Und Ricardo Moniz? Der gibt gerade sein Comeback in der Ehrendivision. Als Feuerwehrmann bei Excelsior Rotterdam gelang ihm der direkte Klassenerhalt nicht, nun geht es in die Relegation. Unterbeschäftigt war er auch zuvor nicht gewesen, seine Stationen seit Salzburg: Ferencvaros, Lechia Danzig, 1860 München, Notts County, FC Eindhoven, Randers FC, AS Trencin.

Aufgerufen am 25.05.2019 um 04:55 auf https://www.sn.at/kolumne/hauptsache-sport/zehn-titel-zehn-meister-was-wurde-aus-leonardo-70332271

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