Christoph Innerhofer hat jetzt seinen eigenen Sprung

Es gibt viele Abfahrer, die Trophäen oder Medaillen im Schrank haben - doch eine nach ihnen benannte Passage haben wenige.

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Im Skizirkus Michael Smejkal
Christof Innerhofer SN/gepa
Christof Innerhofer

Und wenn doch, dann ist das meist kein gutes Zeichen. Die Minsch-Kante ist ein Sprung in Wengen und nach dem Schweizer Josel Minsch benannt, der dort drei Mal im Training und dann auch noch im Rennen gestürzt ist.

Da war er schon vorbereitet, er setzte sich nach dem Abflug auf und holte unter dem Rennanzug erst einmal eine Zigarette hervor.

Roland Collombin beendete seine Karriere mit mehreren Stürzen in Val d´Isere, daran erinnert der Collombin-Sprung.

Und nun hat auch der Südtiroler Christof Innerhofer seinen eigenen Sprung: Im Vorjahr rammte er ein Tor in Santa Caterina, das sich so unglücklich um seinen Hals verschlungen hat, dass er mit Torstange und Fahne zu Tal gerast ist - und sogar noch Vierter wurde.

Innerhofer: "Man kann Rennen gewinnen, Medaillen gewinnen, aber das hat nicht jeder: Einen Streckenteil mit dem eigenen Namen. Das ehrt mich, deshalb fahre ich mit schönen Gedanken hin."



Video: Schrecksekunde für Innerhofer

Die Reste von Tor und Stange hängen jetzt bei Innerhofer zu Hause.

Für die richtigen Abfahrts-Haudegen geht am Montag mit dem ersten Training in Santa Caterina die "echte Abfahrtssaison" an. "Jetzt kommen die Rennen, die mir liegen. Schwer, schnell und mit vielen Kurven."

Das Video von Innerhofers Missgeschick wurde in den sozialen Medien sechs Millionen Mal geklickt. "Die Leute sehen, wie ich bin: Ich gebe nie auf." Das hat er auch nach seinen jahrelangen hartnäckigen Rückenbeschwerden nicht gemacht. "Heuer bin ich schmerzfrei, aber wollen wir es bitte nicht verschreien."

Aufgerufen am 21.09.2018 um 07:37 auf https://www.sn.at/kolumne/im-skizirkus/christoph-innerhofer-hat-jetzt-seinen-eigenen-sprung-581356

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