"Ladies first" bei den Feiern in Zagreb

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Im Skizirkus Michael Smejkal

Am Donnerstag ist es so weit: Da wird der alpine Skiweltcup endgültig 50, denn auf den Tag genau vor 50 Jahren erlebte die Rennserie auf dem Jenner in Berchtesgaden ihre Premiere. Und weil der Weltcup in dieser Woche in Zagreb gastiert, wird in der kroatischen Hauptstadt auch ordentlich gefeiert. Am Mittwoch etwa gibt es ein Legendenrennen in der Innenstadt, zu dem schon 17 ehemalige Weltcupgesamtsieger ihr Kommen zugesagt haben - darunter natürlich die Gastgeber Janica und Ivica Kostelić, Marc Girardelli, Karl Schranz, Alberto Tomba oder Annemarie Pröll. Für Ivica Kostelić, Gesamtweltcupsieger 2011, ist es ein Zwischenschritt: So ganz hat der Kroate die Karriere noch nicht beendet, er spekuliert ja nach wie vor mit Olympia 2018.

Den Auftakt zu den Feierlichkeiten machen aber die Damen mit dem Weltcupslalom auf dem Sljeme am heutigen Dienstag (13 Uhr und 16.15 Uhr). Da ist Mikaela Shiffrin auf dem besten Weg, selbst zur Legende zu werden: Mit dem achten Slalomsieg in Folge kann sie die Bestmarken von Vreni Schneider und Janica Kostelić einstellen. Und sie kennt das Gefühl, in Zagreb zu gewinnen: Die 20-Jährige hat hier 2013 und 2015 gewonnen, 2014 und 2016 wurde abgesagt (Schneemangel).

Ganz anders ist die Ausgangslage bei den ÖSV-Damen, die warten nun seit 18 Slaloms auf ein Weltcup-Podest. Die besten Chancen, diese Serie zu stoppen, hat wohl Bernadette Schild. Die kleine Schwester der ehemaligen Slalomkönigin Marlies freut sich auf Zagreb. "Ein tolles Rennen, viele Fans, gut organisiert. Außerdem liegt mir der Hang und ich mag auch den Slalom, der recht lang ist." Der ÖSV tritt mit zehn Damen an, die Herren folgen am Donnerstag mit ihrem Nachtslalom.

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