Wer braucht denn noch ein Navi?

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Klickfit Ralf Hillebrand
Wer braucht denn noch ein Navi? SN/fotolia/ferkelraggae
Navis haben immer noch Vorzüge.

Die Liste der Opfer ist lang. Das Smartphone verdrängt immer mehr Geräte aus unserem Leben: Wecker, Taschenlampen, Terminkalender, Diktiergeräte, MP3-Player. Auch für das Navi wurde Ähnliches vorausgesagt. Oder wer braucht schon noch ein Navigationsgerät, wenn Kartendienste wie Google Maps das Gleiche können? Offenbar immer noch Millionen. Allein in Deutschland wurden 2015 rund 2,2 Millionen Navis verkauft. Im Vergleich zu Spitzenwerten um 2008 zwar ein deutlicher Rückgang - aber immerhin sind die Zahlen seit 2013 stabil.

Es gibt tatsächlich noch immer gute Gründe für ein Navi. Der beste ist wohl nach wie vor das Datenroaming. Wer über das Handy navigiert, muss ins Internet. Und das kann teuer werden. Um dem entgegenzuwirken, bietet Google die Möglichkeit an, die Karten vorab herunterzuladen und offline zu nutzen. Doch selbst diese Variante hat Haken: Zum einen ist Google Maps offline nur eingeschränkt nutzbar, zum anderen fällt es so schwer, einen Kurs völlig zu wechseln, da dann anderes Karten material benötigt werden könnte.

Aber was ist, wenn Daten roaming in der EU 2017 kostenlos wird? Dann braucht man Navis immer noch für Trips außerhalb der EU. Und selbst in der Union hat dann die Handy-Navigation noch Hürden: Sie kostet viel Akku. Und sie verhindert de facto, dass das Smartphone auf der Fahrt für andere Zwecke verwendet wird.

Wer sich nun tatsächlich ein Navi zulegen will, sollte vor allem auf Speicherplatz, Akkulaufzeit und das Kartenmaterial achten. Und noch ein Tipp: Verspiegelte Bildschirme sind besser als matte. Denn diese sind bei Navis im Regelfall um ein Vielfaches heller - und deshalb auch bei direkter Sonneneinstrahlung besser.

Aufgerufen am 17.11.2018 um 08:59 auf https://www.sn.at/kolumne/klick-fit/wer-braucht-denn-noch-ein-navi-815146

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