Willkommen im Home of Lästig, Teil II

Nicht nur Dörte kann es in der Gondel. Auch Anni kann es - nerven im Zug.

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Lokalpatriot Heinz Bayer

Sie haben es vielleicht gelesen. Vergangene Woche. Das Drama um Dörte. Die Unbekannte nervte in der Skiliftgondel neun Menschen. Auch mich. Und wir wollten doch nur zum Skifahren! Dörte quälte uns mit lautem Handy-Blabla. Verzweifelt und auf der Suche nach MAMA??!! In null Komma nichts wurde aus Saalbach, dem Home of Lässig, das Home of Lästig.

Ach, Dörte! Prompt hieß es, ich betreibe dirty campaining gegen Dörte. Unsinn! Die Geschichte war echt, der Name erfunden. Gleiches gilt für Anni. Nennen wir sie einfach so. Anni kreuzte den Weg einer Kollegin. Im Zug. Anni, vermutlich als Kind schon redselig, saß auf dem Weg von Wien nach Salzburg akkurat im gleichen Waggon. Schräg vis-à-vis. Anni kam soeben von einem Termin bei einer Heilerin. Die hatte Anni erklärt, das Schicksal meine es gut mit ihr, auch wenn Anni nun arbeitslos sei. Sie müsse nicht leiden. Es sei als Zeichen zu sehen, sie könne nun reflektieren, nachdenken, neue Dinge anpacken.

Anni teilte dies alles am Mobiltelefon einer Freundin mit. In voller Lautstärke. Zug um Zug - im Zug. 140 Minuten fährt der von Wien nach Salzburg. Da hatten wir echt Glück mit Dörte. Die Fahrt im Lift war nach sieben Minuten ausgestanden.

Aufgerufen am 23.06.2018 um 08:02 auf https://www.sn.at/kolumne/lokalpatriot/willkommen-im-home-of-laestig-teil-ii-25043287

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