ORF-Debatte am Rande von Pippi Langstrumpfs Welt

Vor der Diskussion von öffentlichen Gebühren steht die Frage nach der demokratischen Funktion von Medien.

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Österreichs sogenannte Medienpolitik suhlt sich unausgesprochen in einem Henne-Ei-Problem: Am Tag nach der Bundespräsidentenwahl hat zwar der ORF-General eine Gebührenerhöhung gefordert, doch Termin und Höhe des Begehrs könnten auch von seinem Minister ersonnen sein. Denn für das Image von Alexander Wrabetz wäre ein oberflächlicher Konflikt mit Thomas Drozda so gut wie für diesen ein Dämpfer öffentlich-rechtlicher Finanzwünsche. Dann steht der eine als Unabhängiger da und der andere als Sparmeister. Ideale Voraussetzungen für die 2017 geplante Enquete zum ORF ohne zu viel Aufheulens seiner privatwirtschaftlichen Mitbewerber. Sie hatten ihr Minister-Event schon heuer. Mit durchaus positiven Perspektiven. Von mehr Geld zu reden kostet weniger als reale Förderung und ist in jedem Wortsinn billiger als richtige Medienpolitik.

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