Als Lauda einen Tag "Wehrdienst" leistete

Vor 44 Jahren begann Niki Laudas Karriere als Airliner: Beim Bundesheer im Fliegerhorst Brumowski in Langenlebarn.

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Pole Position Gerhard Kuntschik

Im Staatsdienst war der dreifache Formel-1-Weltmeister Niki Lauda nie - untauglich für das Bundesheer. Und doch machte er einen Tag lang dort "Karriere": Vor 44 Jahren, am 20. April 1975, hob der damals 26-jährige zweifache Grand-Prix-Sieger vom Flugplatz Tulln-Langenlebarn ab - als Passagier in einem Bundesheer-Jet Saab 105 OE. "Auf eigenen Wunsch. Herr Lauda hat sich schon damals sehr für die Fliegerei interessiert, das Bundesheer erfüllte ihm die Bitte nach einem Rundflug. Es war natürlich auch für das Heer eine willkommene Werbeaktion", erinnert sich der damalige Hauptmann Adolf Stieber, der 1999 als Oberst in den Ruhestand trat und heute 82-jährig nahe Wien lebt. Stieber war Pressesprecher von Armeekommandant Emil Spanocchi und bekam von ihm den Auftrag, Laudas Bitte zu entsprechen.

Laudas Pilot und Captain war ein prominenter: Hauptmann Johann Rathgeb. Der war ein Jahr zuvor, im Juli 1974, in Greenham (England) Weltmeister im militärischen Kunstflug geworden. 1976, inzwischen Major, promovierte er zum Doktor der Rechte. Der Steirer Rathgeb stieg bis zum Generalmajor auf und verstarb 2016 im 77. Lebensjahr.

Und Lauda wurde 1975 zum ersten Mal Formel-1-Champion.

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