Indy zahlt sich aus: 2,38 Mill. Euro für Sieger Pagenaud

Der Franzose beschenkte sich selbst zum 35. Geburtstag vor einer Woche: Mit dem Sieg im 103. 500-Meilen-Rennen von Indianapolis.

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Pole Position Gerhard Kuntschik

Für die Formel 1 reichte es nicht - primär aus finanziellen Gründen. Also ging Simon Pagenaud, am 18. Mai 35 geworden, nach dem Durchlaufen der Renault-Nachwuchsserien schon 2006 in die USA, fuhr dazu aber einige Male noch Langstrecke in Europa, vor allem in Le Mans, mit Rang zwei im Peugeot 908 2011 (mit Sébastien Bourdais und Pedro Lamy als Partner) als bestem Resultat.

Doch ein Star wurde der aktuelle Penske-Pilot aus Poitiers erst bei den Indycars, bei denen er seit 2012 quasi in "Vollzeit" beschäftigt ist. 13 Siege stehen bisher zu Buche, der jüngste am Sonntag war der wichtigste: Sein erster in den 500 Meilen von Indianapolis.

Nicht weniger als 2,66 Mill. Dollar (2,38 Mill. Euro) war der Sieg nach Fotofinish (0,2 Sekunden vor Andretti-Pilot Alex Rossi) wert. Das gesamte Preisgeld im lukrativsten Rennen der Welt betrug heuer über 13 Mill. Dollar. Der Franzose führte als "Polesitter" 116 der 200 Runden, im Schlusssprint wechselte die Spitze mehrmals, doch am Ende hatte Pagenaud die Nase (mehr war es buchstäblich nicht) vorn. Insgesamt gab es 29 Führungswechsel in 2:50 Stunden Renndauer. 0,2 Sekunden Rückstand bedeuteten für Rossi, den Sieger der 100. Auflage vor drei Jahren, "nur" 760.000 Dollar, der drittplatzierte Japaner Takuma Sato kam noch auf 540.000. Die einzige Dame im Feld, die Britin Pippa Mann, kassierte als 16. unter 33 Fahrern noch 200.000 Dollar. Pagenauds Siegerschnitt betrug 282,86 km/h - inklusive der 29 Runden unter Neutralisation.

Der "Month of May" war für Pagenaud ein einziger Traum: Vor zwei Wochen gewann er den Indycar-Grand Prix von Indianapolis auf dem Straßenkurs im Oval, dann stürmte er zur Pole position und gewann auch das Indy 500. "Das ist ein Traum, der wahr wurde. Fast zu schwierig zu begreifen. Ich kann nicht den Erfolg für mich allein beanspruchen, denn ich hatte das beste Auto. Ich dachte seit 2015, als ich zu Penske kam, ich könnte das Indy 500 gewinnen - jetzt ist es gelungen."

Aufgerufen am 02.12.2020 um 11:18 auf https://www.sn.at/kolumne/pole-position/indy-zahlt-sich-aus-2-38-mill-euro-fuer-sieger-pagenaud-70952758

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