Die ganze Wahrheit über Sebastian K.

Würden Sie diesem Mann Ihre ÖVP anvertrauen?Lesen Sie selbst.

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Purgertorium Alexander Purger

Wie berichtet soll sich die SPÖ-Wahlkampfzentrale, Abteilung Dirty Harry, der Aufgabe unterzogen haben, das Vorleben des nächsten ÖVP-Spitzenkandidaten Sebastian K. zu untersuchen. Da dieses Vorleben eher kurz ist, liegen bereits erste Ergebnisse vor:

Von frühester Jugend an beschmutzte K. seine Windeln, was dazu führte, dass in seiner Familie ständig Schmutzwäsche gewaschen wurde - ein deutliches Omen für den bedenklichen Wahlkampfstil, dessen sich die ÖVP unter K. befleißigen wird. Im ersten Lebensjahr sprach der kommende ÖVP-Spitzenkandidat kein Wort, trat also, noch ehe er gehen konnte, in die Fußstapfen des sattsam bekannten Schweigekanzlers Wolfgang S.

Im Kindergarten verliebte sich K. in rassistischer und homophober Weise in ein blondes Mädchen namens Mitzi. Fragwürdig begann auch seine Schullaufbahn. In der ersten Klasse Volksschule saß K. in der ersten Reihe, was laut Experten ein typisches Zeichen für krankhaftes Strebertum ist. In der zweiten Klasse übersiedelte er in die letzte Bank, was laut Experten auf mangelnden Leistungswillen schließen lässt. In der dritten Klasse saß er in einer mittleren Bankreihe, was Experten zufolge ein klares Indiz für Mittelmäßigkeit ist.

Empörendes ist aus der Mittelschulzeit zu berichten. Schon dass K. ein Gymnasium besuchte, zeigt sein mangelndes soziales Engagement. Aber was viel schlimmer ist: Bei einer Prüfung in der zweiten Klasse beantwortete er die Frage des Geschichtelehrers, wer der Sonnenkönig gewesen sei, nicht mit "Bruno Kreisky", sondern mit "Ludwig XIV.". Aus dieser Antwort spricht krankhafter Sozialistenhass ebenso wie ein alarmierender Hang zu absolutistischer Machtausübung.

Weiters konnte die SPÖ-Zentrale herausfinden, dass K. mindestens zwei Tage Schule geschwänzt hat und bei der fünften Mathematikschularbeit in der sechsten Klasse das Beispiel 3b von seinem Sitznachbarn Hanifl abgeschrieben hat. Ein bodenloser Skandal.

Gegenstand intensiver Untersuchungen ist noch K.s Deutschmatura zum Thema "Das war ein schönes Ferienerlebnis". Plagiatsjäger haben schwere Unregelmäßigkeiten bei den Fußnoten entdeckt. Der Verdacht, dass er "Pippi in Taka-Tuka-Land" plagiiert hat, steht im Raum. Auch soll sich K. widerrechtlich als Hauptfigur in Franz Kafkas Roman "Das Schloss" geschummelt haben.

Schließlich wurde ruchbar, dass K. zwar eine Tanzschule besuchte, aber - typisch! - bis heute nur den Rechts-, nicht aber den Linkswalzer beherrscht. Und zu allem Überdruss trägt er schwarze Slim-Fit-Anzüge, die eigentlich Christian Kern gehören. Kurzum: Man kann vor Sebastian K. nur warnen.

Aufgerufen am 18.11.2018 um 02:42 auf https://www.sn.at/kolumne/purgertorium/die-ganze-wahrheit-ueber-sebastian-k-522838

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