Das Herbeikarren des Lokführers

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Spitze Feder Michaela Hessenberger

Abends im Zug, die Pendler möchten heim. Die ÖBB wollen ihnen das zwar ermöglichen, doch beim Wollen ist es am Montagabend lang geblieben. Wegen Instandsetzungsarbeiten kam es zu gesalzenen Verspätungen zwischen Wien und Tulln. Also nahm man den Schienenersatzverkehr und übte sich nach ein paar Stationen per Bus weiter im Warten. Dann in einem Zug, in dem es heiß war. Durchsagen gab es erst nach 40 (!) Minuten. Eine Stimme auf dem Bahnsteig (wo sie die Zuginsassen nur vage vernehmen konnten) meldete: Noch fehlt der Lokführer. Denn auch der ist ein Opfer der Unannehmlichkeiten auf der Strecke geworden. Er musste erst "angeliefert" werden. Per Schienenersatz nämlich. Zumindest das brachte die Passagiere zum Lachen.

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