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Corona-App fügt nun selbst Kontakte hinzu

Auch die neue Funktion soll freiwillig sein, betonen die Entwickler.

Die Funktionen der „Stopp Corona“-App des Roten Kreuzes wurden erweitert. SN/apa
Die Funktionen der „Stopp Corona“-App des Roten Kreuzes wurden erweitert.

Die dieser Tage wohl populärste österreichische Handy-Anwendung bekommt zwei neue Funktionen: Ab Freitag gibt es in der "Stopp Corona"-App des Roten Kreuzes einerseits einen Fragebogen, mit dem Nutzer abklären können, ob sie an Corona leiden könnten. Andererseits kann die Anwendung getroffene Person, mit denen man länger als 15 Minuten in Kontakt war, automatisch listen. Dies solle es den Nutzern leichter machen, ihr Kontakttagebuch zu führen, schildert Michael Zettel. Zettel ist Österreich-Chef von Accenture, jenem Unternehmen, das die App technologisch betreut.

Der "automatisierte digitale Handshake" funktioniere mittels der Funktechnik Bluetooth sowie Ultraschall. Wer die Funktion nutzen will, muss auf seinem Handy also Bluetooth aktiviert und die App geöffnet haben. All das basiere aber auf Freiwilligkeit. Zettel empfiehlt sogar, die Funktion nicht ständig aktiviert zu haben. "Wir sind für einen bewussten Umgang."

Das Konzept der Freiwilligkeit sei ebenso elementar wie der Grundsatz, so wenige Daten wie möglich zu speichern. Und der Ansatz scheint aufzugehen: Mittlerweile wurde die App knapp 290.000 Mal heruntergeladen, 113.000 Handshakes wurden registriert.

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