Chronik

"Black Lives Matter": Auch in Salzburg gingen Tausende gegen Rassismus auf die Straße

Gleich mehrere Salzburger Initiativen riefen zu einer Großdemonstration gegen Rassismus auf. Und das offenbar mit Erfolg: Am Samstag protestierten etwa 4000 Menschen in der Innenstadt.

Die Kundgebung startete um 17 Uhr am Mirabellplatz - und hätte über die Staatsbrücke zum Alten Markt führen sollen. Rund 600 Personen hätten sich vorab angemeldet, es seien dann aber an die 7000 gewesen, sagte Erica Emofonmwan von der Plattform Antira. Laut Angaben der Polizei waren gut 4000 Personen bei dem Protestzug. Die Strecke sei in Absprache mit dem Veranstalter geändert worden und führte statt durch die Innenstadt den Rudolfskai entlang.
Die Zusammenarbeit mit dem Veranstalter und den Ordnern habe außerordentlich gut funktionierte, betonte die Polizei. Es kam zu keinerlei Vorfällen, nahezu alle Teilnehmer hätten eine Mundschutzmaske getragen und sogar sämtlicher Müll sei von den Ordnern in mitgebrachten Müllsäcken weggeräumt worden.

Zur Kundgebung aufgerufen hatten etwa Solidarisches Salzburg, Antira Salzburg, JUSOS Salzburg, VSStÖ Salzburg, ÖH Salzburg, Global Shapers Community Salzburg, KPÖ PLUS Salzburg, FFF Salzburg, Grüne Jugend sowie die Gemeinderäte Tarik Mete (SPÖ) und Anna Schiester (Bürgerliste/Die Grünen). "Auch in Österreich ist Rassismus ein strukturelles Problem und Teil des Alltags vieler Menschen mit dunkler Hautfarbe. Es braucht eine Veränderung und mehr Bewusstsein für Rassismus in unserem Land", betonte Emofonmwan.

Auch in den anderen Bundesländern kam es zu Demonstrationen. In Linz nahmen 3.000 Menschen an der Aktion unter dem Motto #blacklivematters (Schwarze Leben zählen) teil, wie die Polizei mitteilte. Auch in der steirischen Hauptstadt Graz kamen mit 5000 Teilnehmern rund zehnmal mehr als ursprünglich angemeldet waren. Nach dem Tod von George Floyd solidarisieren sich seit Tagen Menschen weltweit mit dem anhaltenden Protest gegen Rassismus und Polizeigewalt in den USA.

Rund um den Globus wird protestiert

Den Auftakt der weltweit geplanten Protestaktionen machten Australien und Asien. Allein in Brisbane schätzte die Polizei die Zahl der Teilnehmer auf 10.000. Aus Tokio und Seoul wurden ebenfalls Demonstrationen gemeldet, wenngleich mit geringeren Teilnehmerzahlen. Während die meisten Demonstrationen friedlich verliefen, soll es zumindest in Wien auch zu Vandalismus gekommen sein: Die Außenmauer eines Priesterseminars sei großflächig beschmiert und verunstaltet worden, meldete der Regens der Priesterseminare in Wien, Eisenstadt und St. Pölten.

Indessen ist die "Black Lives Matter"-Bewegung auch medial ein zentrales Thema - etwa in Filmen wie Serien. Und selbst die Sesamstraße beschäftigt sich mit dem Thema, wie am Samstag verlautbart wurde.

Quelle: SN

Aufgerufen am 29.10.2020 um 12:41 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/black-lives-matter-auch-in-salzburg-gingen-tausende-gegen-rassismus-auf-die-strasse-88518745

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