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Landtagswahl 2018

Salzburger FPÖ-Chefin Marlene Svazek gibt auch das Amt der Generalsekretärin ab

Die Salzburgerin zieht sich damit überraschend auch aus der Führungsebene der Freiheitlichen zurück. Den Verzicht auf ihr Nationalratsmandat hatte sie ja bereits angekündigt.

Die Salzburger FPÖ-Chefin Marlene Svazek wird ihr Amt als Generalsekretärin der Bundespartei abgeben. Svazek wolle sich künftig als Klubobfrau im Salzburger Landtag auf die Oppositionsarbeit konzentrieren, bestätigte Parteisprecher Dom Kamper Medienberichte.


Damit zieht sich die 25-jährige Landesparteichefin komplett aus Wien zurück. Ihr Nationalratsmandat übergibt Svazek an den Juristen und Burschenschafter Volker Reifenberger. Wer ihr als Generalsekretärin nachfolgt, ist noch nicht bekannt. Sie wurde erst im Jänner 2018 an der Seite von Harald Vilimsky in diese Funktion bestellt und folgte damit FPÖ-Minister Herbert Kickl. Svazek bekam in ihrer Partei viele Vorschusslorbeeren, jetzt ist ihr Amt als Generalsekretärin aber doch nur ein kurzes Zwischenspiel geworden.

Parteiintern heißt es, die Entscheidung über die Svazek-Nachfolge müsse erst fallen, das Vorschlagsrecht habe Bundesparteiobmann Heinz-Christian Strache. Generalsekretär Vilimsky ist auch freiheitlicher EU-Delegationsleiter, er braucht auf alle Fälle Verstärkung als Generalsekretär.

Warum Svazek sich so entschieden habe? "Es geht darum, dass die künftige Landesregierung eine starke Opposition hat", sagte Parteisprecher Kamper den SN am Samstag. Svazek habe die Situation nach der Entscheidung von Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP) für eine schwarz-grün-pinke Koalition neu bewerten müssen.

Für eine persönliche Stellungnahme gegenüber den SN war Marlene Svazek vorerst nicht zu erreichen.

Generalsekretär Vilimsky ließ am Samstag wissen, er bedauere es, "dass Svazek sich voll auf Salzburg konzentrieren muss". Er habe aber auch Verständnis für ihren Schritt. Sie sei Salzburger Klubobfrau "und wird eine starke Opposition zum Dreierbündnis in Salzburg anführen". Dies erfordere "volle Konzentration auf den Salzburger Raum".

Wahlziel in Salzburg knapp verfehlt

Bei der Landtagswahl in Salzburg trat Marlene Svazek als FPÖ-Spitzenkandidatin an. Ihr Wahlziel von 20 Prozent hat sie mit 18,8 Prozent aber knapp verfehlt. Ursprünglich hatte es danach ausgeschaut, sie würde nur in Salzburg bleiben, wenn sie in die Regierung einziehen würde.

Quelle: SN

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