Politik

Impfen in der Hercules: Großer Andrang auf dem Salzburg Airport

Hunderte Interessierte sind bereits am Samstagvormittag zum Salzburger Flughafen gekommen, um sich dort die Corona-Schutzimpfung zu holen - und zwar in einer Hercules C-130 des Bundesheeres. Die Aktion dauerte bis in den Nachmittag an. Insgesamt nutzten 725 Menschen diese besondere Impf-Gelegenheit.

Der Impfbeginn war für zehn Uhr vormittags geplant, der dafür erforderliche Check-in für 9.30 Uhr. Doch schon kurz nach acht Uhr früh hatte sich vor dem Eingang zum Terminal 2 des Salzburger Flughafens eine Warteschlange gebildet - und diese wurde stetig länger.

Die Einladung zur Corona-Schutzimpfung in einer Transportmaschine vom Typ Hercules C-130 hatte ihre Wirkung also nicht verfehlt. Bereits in der Vorwoche gab es für Interessierte auf dem Flughafen die Möglichkeit, sich die Impfung in einem Airbus der Luftlinie Eurowings zu holen. 492 Menschen taten dies, für viele war es der erste Anti-Corona-Stich.

Zweimal hingegen war die Salzburgerin Sonja Klaus bereits impfen. Warum heute wieder? "Weil ich es mir wert bin und weil ich verhindern möchte, dass ich schwer erkranke und das bereits hochgradig strapazierte Gesundheitssystem zusätzlich belaste." Ihre bislang letzte Impfung bekam Sonja Klaus im Juni.

Damals war noch von einer sechsmonatigen Schutzwirkung die Rede. Mittlerweile wird die Auffrischung aber bereits nach vier Monaten empfohlen. Frau Klaus nutzte am Samstag die spektakuläre Gelegenheit, zumal sie nach den ersten beiden Impfungen keinerlei Probleme verspürt habe.

Michael Schweighofer ist Airport-Bediensteter und hat an diesem Samstag beruflich am Flughafen zu tun. Er half mit, den Andrang der Impfwilligen in geordnete Bahnen zu lenken. Und seinen dritten Stich holte er sich bei dieser Gelegenheit auch.

Lange Schlange bereits in den frühen Morgenstunden. SN/land salzburg/franz neumayr
Lange Schlange bereits in den frühen Morgenstunden.

Landeshauptmann-Stellvertreter Christian Stöckl zeigte sich über den Andrang bei der Impfaktion erfreut: "Hier strahlen die Kinderaugen genauso wie die der Flugzeugfans. Eine tolle Aktion und gleichzeitig der für uns alle so wichtige Schutz gegen das Coronavirus." Er bedankte sich zudem bei allen Beteiligten vom Österreichischen Bundesheer, vom Flughafen, der Impfkoordination des Landes sowie allen Helferinnen und Helfern.

Die Impfaktion auf dem Salzburg Airport nutzten am Samstag 725 Menschen für einen Erststich oder die Auffrischung.

Das Impfen in dem Bundesheer-Flugzeug soll der Auftakt zu jenen publikumswirksamen Aktionen sein, die die Landesregierung am vorigen Wochenende angekündigt hat. Jede Woche soll eine derartige Veranstaltung stattfinden. Welche folgen werden, ist offen. Die Impfkampagne soll ungeachtet des Lockdowns ab Montag sieben Tage die Woche fortgeführt werden. Land-Salzburg-Sprecher Franz Wieser: "Diese Impfaktionen können auf jeden Fall durchgeführt werden. Es sind für kommende Woche schon weit mehr als 70 Aktionen angemeldet. Wir werden schauen, wo wir weitere Impflinien aufstellen können, um das zu erweitern." Zudem soll die Impfung für Kindern demnächst in Salzburg starten.

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