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Wahl 2019

Wahlbeteiligung in der Stadt Salzburg auf Tiefstand gesunken

Im gesamten Bundesland sank die Wahlbeteiligung im Vergleich zu den vergangenen Gemeindevertretungswahlen. In der Salzburger Elisabethvorstadt gingen nur 29,15 Prozent der Berechtigten zur Wahlurne.

Am Sonntag gingen in Salzburg so wenige Menschen wie noch nie zuvor zu Gemeindevertretungswahlen. SN/Copyright by: FRANZ NEUMAYR Pres
Am Sonntag gingen in Salzburg so wenige Menschen wie noch nie zuvor zu Gemeindevertretungswahlen.

Die Wahlbeteiligung in der Stadt Salzburg ist am Sonntag auf einen Tiefstand gesunken. Von den 114.060 Berechtigten gaben 48,2 Prozent ihre Stimme ab - damit lag die Wahlbeteiligung 1,5 Prozentpunkte niedriger als bei der Wahl 2014. In einzelnen Stadtteilen war die Wahlbeteiligung besonders niedrig: In Lehen gingen nur 32,51 Prozent zur Wahl, in Schallmoos 32,04 Prozent, in der Elisabethvorstadt sogar nur 29,15 Prozent: Interessanterweise sind das jene Stadtteile, in denen die SPÖ traditionell viele Wählerstimmen bekommt und auch trotz der starken Verluste in der Stadt bei dieser Wahl noch die Mehrheit der Stimmen bekam. Auch in Itzling hatte die SPÖ die Mehrheit der Stimmen, dort war die Wahlbeteiligung mit 38,7 Prozent allerdings etwas höher. Am höchsten war die Wahlbeteiligung mit 50,1 Prozent im Wahlsprengel Gneis/Leopoldskron/Morzg/Moss. Dort erlangte die ÖVP auch mit 45,19 Prozent die zweitmeisten Stimmen - nur knapp hinter dem besten Ergebnis von 45,61 Prozent in der Altstadt. Die Wahlsprengelergebnisse sind allerdings ohne Wahlkarten, weil diese im nachhinein nicht zugeordnet werden können.

Wahlbeteiligung im gesamten Bundesland niedrig

Die Wahlbeteiligung lag im gesamten Bundesland mit 63,1 Prozent auf einem historischen Tiefstand. Bei den Wahlen im Jahr 2014 lag sie noch bei 64,8 Prozent, im Jahr 2009 bei 72,1 Prozent. Die höchste Wahlbeteiligung der Geschichte der Gemeindevertretungswahlen gab es im Jahr 1954 mit 90,2 Prozent.

Forstau mit 93,8 Prozent höchste Wahlbeteiligung

Die Wahlbeteilgung ist im gesamten Bundesland sehr unterschiedlich verteilt. Am höchsten war sie in der Pongauer Gemeinde Forstau mit 93,8 Prozent, gefolgt von den Lungauer Gemeinden Göriach (92,1) und Muhr (88,9). Den vierten Platz teilen sich Werfenweng und Weißpriach mit 88,3 Prozent. Im Pinzgau war die Wahlbeteiligung in Dienten mit 87,2 Prozent am höchsten, im Tennengau in Krispl mit 85,9 Prozent. Der Flachgau konnte mit den Gemeinden Hintersee und Schleedorf (beide 82,7 Prozent) die höchste Wahlbeteiligung aufweisen.

Auch Hallein und Wals-Siezenheim schwache Wahlbeteiligung

Nach der Stadt Salzburg hatte Hallein mit 54,6 Prozent die zweitniedrigste Wahlbeteiligung des Bundeslandes. Ebenfalls sehr schwach war diese in Zell am See (56,5) und Wals-Siezenheim (58,1). Im Pongau ist die Wahlbeteiligung in Altenmarkt mit 60,1 Prozent am niedrigsten, im Lungau in Tamsweg mit 64,9 Prozent.

Stadtsenat und Ausschüsse neu gebildet

Entsprechend dem Wahlergebnis vom Sonntag wurde nun auch die Sitzverteilung im Stadtsenat und den Ausschüssen des Gemeinderates der Landeshauptstadt für die kommende Funktionsperiode festgelegt.

Im zwölf Mitglieder umfassenden Stadtsenat unter dem Vorsitz des Bürgermeisters erhält die ÖVP fünf Sitze, die SPÖ vier, die Grünen zwei und die FPÖ einen. Die Ausschüsse des Gemeinderates setzen sich künftig aus fünf Mandataren der ÖVP, drei der SPÖ sowie jeweils einem der Grünen und der FPÖ zusammen. Der Vorsitzende wird aus den Mitgliedern des jeweiligen Gremiums gewählt. Aktuell sind fünf Ausschüsse für verschiedene Themenbereiche eingerichtet: Kultur-, Sport und Altstadt; Soziales und Wohnungen; Bau, Liegenschaften und Betriebe; Planung und Verkehr; Bildung und Umwelt.
Hinzu kommt als Spezialfall der Kontrollausschuss. Er besteht aus je einem Mitglied aller künftig sieben im Gemeinderat vertretenen Fraktionen.

Quelle: SN

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