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Das Märchen geht weiter: Red Bull Salzburg schlägt Leipzig mit 1:0

Auch das zweite Stallduell zwischen Red Bull Salzburg und Rasenballsport Leipzig geht an Österreichs Meister. Fredrik Gulbrandsen traf nach 74 Minuten zum 1:0-Sieg. Damit ist die Rose-Elf schon vor dem letzten Spiel bei Celtic Glasgow fix im Sechzehntelfinale.

Die einen Roten Bullen, die aus Leipzig, schlichen mit gesenkten Köpfen in den Kabinentrakt. Die anderen Roten Bullen, jene aus Salzburg, tanzten auf dem Spielfeld und ließen sich von den knapp 30.000 Zuschauern im Stadion ausgiebig feiern. Die hatte es in der Schlussphase ohnehin nicht mehr auf ihren eiskalten Sitzen gehalten. Nach dem Siegtreffer in der 74. Minute von Fredrik Gulbrandsen verwandelte sich die Red-Bull-Arena in ein Tollhaus. Jubeln durften die Fans am Donnerstagabend über die Fortsetzung von Salzburgs Fußballmärchen in der Europa League, über einen hart umkämpften, aber verdienten 1:0-Prestigesieg gegen den "großen Bruder" RB Leipzig und schließlich auch noch über den vorzeitigen Aufstieg ins Sechzehntelfinale.

Red Bull Salzburg ist, unabhängig vom Ausgang des letzten Spieltags am 13. Dezember gegen Celtic Glasgow, Sieger der Europa-League-Gruppe B und damit auch im Frühjahr noch im internationalen Geschehen dabei. Das ist bei namhaften Gruppengegnern wie dem deutschen Bundesligisten-Vierten RB Leipzig, Schottlands Kultclub Celtic Glasgow und Norwegens Serienmeister Rosenborg Trondheim nicht selbstverständlich.

Aber was ist schon normal, seit Marco Rose in Salzburg das Trainerzepter schwingt? Der 42-jährige Deutsche hat den österreichischen Meister zu einer Topadresse im internationalen Fußball gemacht und nebenbei auch noch die Machtverhältnisse im Red-Bull-Fußballimperium auf den Kopf gestellt. Zwei Mal haben die Bullen aus Salzburg nun die Bullen aus Leipzig geschlagen. Zwei Mal war Gulbrandsen der Matchwinner. In Leipzig traf er in der Schlussphase zum 3:2, in Salzburg erzielte er das Goldtor nach einem sehenswerten Spielzug über Zlatko Junuzovic und Kapitän Andreas Ulmer. Der norwegische Stürmer zeigte sich eiskalt und schoss aus etwa zehn Metern ein.

Intensives Match. SN/AP
Intensives Match.

Gulbrandsen verlängerte damit mehrere unfassbare Salzburger Erfolgsserien: Die Rose-Truppe blieb auch im 23. Pflichtspiel dieser Saison ungeschlagen. Daheim hat Red Bull Salzburg bewerbsübergreifend überhaupt schon seit zwei Jahren keine Niederlage kassiert (zuletzt 0:1 gegen Nizza). In den letzten 15 Europa-League-Heimspielen haben die Bullen nie mehr als einen Gegentreffer kassiert. Neun Mal, das 1:0 gegen Leipzig schon miteingerechnet, spielten sie zu Null. Und auch gegen deutsche Teams hat Red Bull Salzburg inklusive dem Vorgängerclub Austria Salzburg nun eine positive Europacup-Bilanz (5 Siege, 3 Remis, 4 Niederlagen). Die letzten deutschen Gäste, die in Österreich ein Tor erzielen konnten, war - Quizfrage: Fortuna Düsseldorf im Pokal der Pokalsieger 1980/81!

Dem Sieg war Red Bull Salzburg stets näher als die Gäste aus Sachsen. Fredrik Gulbrandsen hatte das 1:0 schon in der 20. Minute auf dem Fuß, sein Volley nach einem Chip von Munas Dabbur wurde aber abgeblockt. Leipzig konnte sich aus der Umklammerung kaum befreien und brauchte bis zur 44. Minute, ehe Timo Werner den ersten Schuss aufs Tor abfeuerte. Die Gangart beider Teams war hart, die Stimmung auf dem Platz aufgeheizt.

Und auch wenn RB Leipzig mit Fortdauer der Partie etwas besser ins Spiel fand, so dominierten dennoch die Salzburger, die durch Hannes Wolf noch gute Torchancen vorfanden (61., 81.). Zwischendurch musste sich Salzburgs Keeper Alexander Walke bei einem Weitschuss von Timo Werner einmal richtig strecken und parierte perfekt (77.). Ein Treffer von Munas Dabbur in der Schlusphase wurde zurecht wegen Abseits aberkannt (83.). So blieb es beim 1:0 für die besseren Roten Bullen an diesem Abend. Und das waren jene aus Salzburg.

Das Spiel zum Nachlesen im SN-Liveticker:

 

 

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