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Bauvorhaben Dr.-Franz-Rehrl-Platz

Eine Fotomontage der Anrainer-Initiativen zeigt die Ausmaße des Projekts am Rehrlplatz
Dr. Franz-Rehrl-Platz von oben, Aufnahme am 5.2.2013 zum Vergleich
Dr. Franz Rehrl Platz, Panoramaansicht

Das Bauvorhaben Dr.-Franz-Rehrl-Platz umfasst den Plan der Verbauung des Dr.-Franz-Rehrl-Platzes vor dem Unfallkrankenhaus Salzburg in der rechtsseitigen Altstadt von Salzburg sowie an selber Stelle die Einfahrt in einen geplanten Kapuzinerbergtunnel.

Inhaltsverzeichnis

Allgemeines

Diese beiden umstrittenen Bauvorhaben wurden seit Mitte 2011 heftig diskutiert. Zunächst war an diesem Platz die Einfahrt zu einem geplanten Kapzinerbergtunnel vorsehen, von dem aus die Zufahrt zu der geplanten Kapuzinerberg-Parkgarage erfolgen sollte. Dann tauchte eine Wohnbauprojekt auf, das sofort ob seiner Ausmaße heftig kritisiert wurde. Anfang März 2012 legte dann die Stadt Salzburg ein überarbeitetes Siegerprojekt der Architekten von Stroch, Ehlers & Partner vor. Dieses nur mehr dreigeschossige Projekt wurde um 2 000 Quadratmeter Nutzfläche abgespeckt und sollte von Bauherr Cassco realisiert werden. Entstehen sollten rund 50 Wohnungen, Ordinationsflächen, eine Tagesklinik und ein Boardinghouse (Pension für LangzeitnutzerInnen) für das Unfallkrankenhaus sowie eine Tiefgarage mit 180 Stellplätzen. Die Baukosten sollten 35 bis 40 Mill. Euro betragen, Baubeginn sollte 2013 sein. Der Quadratmeterpreis Wohnen wird nicht unter 4.000.-- bis 5.000.-- Euro liegen.

Einige Tage vorher wurde auch beschlossen, einen Korridor für eine mögliche Einfahrt für den Kapuzinerbergtunnel frei zu halten. Allerdings ließe sich bei dem nunmehr bekanntgegebenen Wohnbauprojekt nicht mehr der Umbau der Kreuzung am Dr.-Franz-Rehrl-Platz im notwendigen Ausmaß realisieren. Offen bleibt sowieso auch die Frage, wie man die Karolinenbrücke umbaut, um den erwarteten Verkehr eines Kapuzinerbergtunnels aufnehmen zu können, geschweige denn eine Verkehrslösung auf der linke Seite der Salzach vor dem Justizgebäude.

Zweiter Entwurf

Nach massiven Protesten und einer Unterschriftenliste mit über 20 000 Gegnern des Projekts (= mehr als zehn Prozent der gesamten Salzburger Stadtbevölkerung) musste Bauherr Cassco eine neue Variante einreichen. Im Oktober 2012 wurde dann eine abgespeckte Version dem Gestaltungsbeirat vorgelegt. Abgespeckt heißt eine Reduzierung der oberirdischen Nettonutzfläche von 7 500 Quadratmetern auf 6 150 Quadratmetern. Dabei wurden einige Häuser um 1,57 m wenig hoch (= etwa ein halbes Stockwerk weniger) geplant und auffallend, das Haus, das unmittelbar an der Arenbergstraße steht, wurde am deutlichsten verkleinert[1].

Cassco-Geschäftsführer Reinhard Mozigemba beklagte anlässlich der Präsentation der abgespeckten Version, dass "...2 100 Quadratmeter gehen für den Tunnel flöten" und der Rest sei eine "wirtschaftlich gerade noch sinnvolle Verbauung".

Der Architektenwettwerb und die Umplanungen hätten bis Herbst 2012 bereits 800.000 Euro gekostet.

"Grünes Licht"

Am Montag, den 22. Oktober 2012 gab Bürgermeister Dr. Heinz Schaden grünes Licht für das umstrittene Projekt. Allerdings werde die Entscheidung erst mit der Veröffentlichung des Beschlusses im Amtsblatt der Stadt Salzburg rechtskräftig. Und mit dieser will Schaden aber noch noch warten, bis das Gutachten der Weltkulturerbe-Hüter ICOMOS da ist. Schaden möchte auf keinen Fall, dass Salzburgs Weltkulturerbe-Status bedroht ist.

Im Frühjahr 2016 lagen dann alle notwendigen Genehmigungen vor und der Bau wird errichtet.

Am 14. Dezember 2017 wurde dann das Sparkassen-Stöckl abgerissen.

2018: Verkauf

Im März 2018 wurde bekannt, dass der bayrische Bauträger Cassco von Reinhard Mozigemba das Projekt "Citylife" am Rehrlplatz verkauft hatte. Käufer ist der Salzburger Bauträger Planquadrat mit Geschäftsführer Thomas Hofer. Das Projekt soll nun von der Höhe her "deutlich reduziert werden". Der geplante Baustart wurde auf das erste Halbjahr 2019 verschoben.

Mozigemba hatte zwar zwar vor dem Verfassungsgerichtshof gesiegt, was die Rechtmäßigkeit des Bebauungsplanes betrifft. Der Baubescheid aber wurde beim Verwaltungsgerichtshof beeinsprucht. Und im März 2018 wartete man noch immer auf eine Entscheidung. Der Wasserrechtsbescheid liegt ebenfalls noch beim Landesverwaltungsgericht.

Quellen

Fußnoten

  1. Salzburger Nachrichten, 10. Oktober 2012