FC Liefering gegen SV Austria Salzburg (1. Mai 2013)

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FC Liefering gegen SV Austria Salzburg war ein vorgezogenes Spiel der 29. Runde der Regionalliga West, Saison 2012/13.

Vorgeschichte

Das Spiel erhielt seine Bedeutung dadurch, dass nach einem Unentschieden und einer Niederlage der FC Liefering, das Farmteam des FC Red Bull Salzburg, in der Tabelle nur mehr 2 Punkte vor dem SV Austria Salzburg lag. Durch einen Sieg hätten die Maxglaner die Lieferinger von der Tabellenspitze stürzen können. Zusätzlich kommt die Rivalität zwischen den Vereinen zum Tragen. Besonders die Anhänger der Maxglaner werfen ja dem FC Liefering vor, dass er ein Kommerzklub sei, der seine Befehle von Red Bull erhält.

Das Spiel

Aufstellungen

  • FC Liefering

Thomas Dähne, Rene Aufhauser, Stefan Lainer, Josip Coric, Felix Adjei, Wolfgang Mair (72. Nikola Dovedan), Andreas Schrott (69. André Ramalho), Sandro Djuric (90. Mario Konrad), Stefan Savic, Robert Völkl, Alexander Aschauer

  • SV Austria Salzburg

Stefan Ebner, Fabio Strauss, Raphael Reifeltshammer, Mihael Rajic, Karim Onisiwo, René Zia, Matthias Öttl (69. Mersudin Jukic), Michael Perlak (79. Christoph Hübl), Florian Hirsch, Nicholas Mayer (59. Vait Ismaili), Marco Vujic

Spielverlauf

Die Red Bull Arena war mit 9 620 Zuschauern sehr gut besucht, wobei der Großteil der Zuschauer im Lager des SV Austria Salzburg stand. Der FC Liefering bestimmte von Beginn an das Spiel, wobei die Austrianer immer wieder mit gefährlichen Vorstößen glänzen konnten. Gefährliche Torszenen blieben jedoch Mangelware. Erst gegen Ende der 1. Halbzeit wurde es turbulent. Zunächst vergab Vujic für die Austria (37.), dann knallte der Lieferinger Savic nach verwirrenden Szenen im Strafraum den Ball an die Stange (42.). Mit 0:0 wurden die Seiten gewechselt.

Goldtorschütze René Aufhauser nach dem Spiel

Das gleiche Bild ergab sich auch in der zweiten Halbzeit. Liefering hatte mehr vom Spiel, die Salzburger Abwehr hielt aber stand. Erst in der 66. Minute gelang dem Routinier Rene Aufhauser nach einem Eckball per Kopf das 1:0. Nach dem 1:0 hätte Liefering den Vorsprung ausbauen können, aber es blieb bis zum Schluss beim 1:0.

Für den Titelkampf könnte dieses Spiel eine Vorentscheidung bedeuten. Liefering baut mit dem 1:0 den Vorsprung auf die Austria auf fünf Punkte aus, dazu hat der FC Liefering das deutlich bessere Torverhältnis.

Stimmen zum Spiel

Peter Zeidler: (Trainer, FC Liefering) „Jetzt nach dem Spiel empfinde ich sehr viel Freude. Wenn man ein Spiel Erster gegen Zweiter doch verdient gewinnt, muss man zufrieden sein. Wir haben wenig zugelassen, uns mehr Chancen erarbeitet. Auch wenn wir zu Beginn etwas nervös waren und einige Fehler gemacht haben. Das Tor ist in einer ganz wichtigen Phase gefallen – da waren wir gerade im Aufschwung. Jetzt haben wir fünf Punkte Vorsprung, Vorentscheidung ist das für mich aber noch keine. Denn jede der sechs restlichen Partien ist nun ein Endspiel. Wir werden das aber jetzt bis zum Schluss durchziehen.“

René Aufhauser: „Großes Kompliment an die Fans. Es ist unglaublich, in der Regionalliga vor fast 10.000 Zuschauern zu spielen. Da heute sehr viel auf dem Spiel stand, haben beide Mannschaften auch vorsichtig agiert. Mein Tor ist etwas Besonderes – nicht nur, weil die letzten beiden Runden für uns nicht nach Wunsch gelaufen sind. Wir haben bis zum Schluss gefightet. Der Sieg ist sicher eine Vorentscheidung. Aber in Sicherheit wiegen dürfen wir uns noch nicht.“

Thomas Hofer: (Trainer, Austria Salzburg) "Es ist paradox, dass auch diesmal das Spiel durch René Aufhauser und eine Standardsituation entschieden wurde. Es wird schwer (Anm.:den Titel zu erreichen). Aber wir geben nicht auf."

Gerhard Stöger: (Sportdirektor, Austria Salzburg) „Wir waren am Anfang einfach zu passiv. Schade um die große Chance von Marko (Vujic), aber der Ball ist erst drinnen wenn es danach Anstoß gibt. Leider haben wir es jetzt nicht mehr selbst in der Hand Meister zu werden. Trotzdem Kompliment an Liefering“.

Nach dem Spiel

Nach dem Spiel kam es zu einem dramatischen Ereignis. Ein Vorsänger eines Austria-Salzburg-Fanklubs erlitt eine Lungenembolie. Die anwesenden Sanitäter leisteten erste Hilfe. Auf ihre Bitte wollten Ordner ein Tor in der Bande öffnen, damit die Versorgung auf dem Spielfeld stattfinden hätte können. Die Ordner wurden jedoch von Austriafans angegriffen und verletzt. Der Verletzte wurde ins Krankenhaus gebracht und intensivmedizinisch betreut. Inzwischen besteht keine Lebensgefahr mehr.

Bilder

Quellen

Weitere Bilder

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