Sportverein Austria Salzburg

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SV Austria Salzburg
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Voller Name Sportverein Austria Salzburg
Gegründet 7. Oktober 2005
Vereinsfarben Violett-Weiß
Stadion ASKÖ-Sportanlage West
Plätze 500 Sitzplätze, 1100 Stehplätze
Präsident/Obmann Alexander Hütter
Trainer Christian Schaider
Adresse Eichetstraße 31, 5020 Salzburg
Spielklasse Regionalliga West
Vereinsregister 686177412
Dachverband ASKÖ
Fans des SV Austria Salzburg
Die Mannschaft beim Einlaufen
Fans des SV Austria Salzburg
Es besteht eine Fanfreundschaft mit Borussia Dortmund
FC Liefering gegen Austria Salzburg 1. Mai 2013

Vereinsgeschichte

Der Sportverein Austria Salzburg wurde im Anschluss an die Übernahme des SV Austria Salzburg durch Red Bull von der Initiative Violett-Weiß am 7. Oktober 2005 unter obiger Bezeichnung ins Vereinsregister eingetragen. Er sieht sich als moralischer und ideologischer Nachfolger des 1933 gegründeten Sportvereines. Juristischer und somit Rechtsnachfolger ist jedoch der FC Red Bull Salzburg. Das sportliche Management übernahmen beim Neustart Gustav Kofler und Gerhard Stöger, die den Verein sportlich von Null weg aubauten.

Nach einer glücklosen Liason mit dem PSV Salzburg bestritt die Austria am 29. Juli 2006 ihr erstes Liga-Spiel in der letzten Spielklasse.

Der Verein gewann 2006/07 die 2. Klasse Nord A und sicherte sich den Aufstieg in die 1. Klasse Nord für die Saison 2007/08. Auch in der 1. Klasse gelang der Durchmarsch in die 2. Landesliga Nord. Am 16. Mai 2009 konnte auch hier der sofortige Aufstieg in die nächsthöhere Klasse sichergestellt werden, in der Saison 2009/10 kickte die Austria bereits in der 1. Landesliga.

Nach Undiszipliniertheiten eines kleinen Teils der Anhängerschaft traten im Frühjahr 2010 zwei Vorstandsmitglieder, darunter der bisherige Obmann Gernot Blaikner zurück. In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung wurde am 3. Juni 2010 Walter Windischbauer zum neuen Obmann gewählt. Zwei Tage später sicherte sich der Verein den vierten Meistertitel in Folge und damit den in Salzburg einmaligen Durchmarsch von der 2. Klasse Nord in die Regionalliga West.

Im Zuge des rasanten Aufstiegs und des großen Zuschauerinteresses begann sich der Verein 2010 nach Szenarien für ein alternatives Stadion umzusehen. Stadtrat Johann Padutsch brachte im April einen Stadionneubau in Liefering aufs Tableau, die Austria gründete im Mai den Fonds Eine Heimat für die Austria.

Das Auswärtsspiel des SV Austria Salzburg gegen den FC Liefering am 1. Mai 2013 in der Red Bull Arena avancierte mit 9 620 Zuschauern zum bis dahin best besuchten Regionalliga West Spiel aller Zeiten.

Der Meistertitel der Regionalliga West 2013/14 bescherte dem Club Relegationsspiele gegen den Meister der Regionalliga Ost. Der erhoffte Aufstieg in die Erste Liga scheiterte aber. Gegen den Floridsdorfer AC scheiterte Austria Salzburg mit 2:2 und 0:3. In der zweiten Runde des ÖFB-Cups scheiterte die Austria mit 0:5 gegen Sturm Graz. Nach dem Spiel kam es zu schweren Auseinandersetzungen zwischen Anhängern der beiden Klubs.


In nur vier Saisonen gelang der Durchmarsch bis in die Regionalliga West. In der Saison 2007/08 übersiedelten die Violetten vom Sport Union Platz in Nonntal nach Maxglan, wo in der fünften Saison 2015 der Aufstieg in die Erste Liga gefeiert wurde. Ende 2014 beschloss die Stadt Salzburg den Verein mit einer Million Euro Steuergeldern beim Ausbau der my-phone Arena zu unterstützen. Das Stadion erhielt eine fernsehtaugliche Flutlichtanlage und eine neue Sitzplatztribüne, um den Anforderungen der ersten Liga gerecht werden zu können.

In der Regionalliga-Saison 2014/15 gelang durch einen 1:0-Auswärtssieg beim FC Kitzbühel, dem 300. Pflichtspiel seit der Gründung, die Fixierung des Meistertitels und den Aufstieg in die Erste Liga, da der Meister der Regionalliga West in dieser Saison keine Relegationsspiele bestreiten musste.

In der Saison 2015/16 spielt die Austria in der SKY Go Ersten Liga und somit erstmals seit ihrer Gründung im Profifußball. Ende November 2015 gab der Verein bekannt, dass er ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung eingeleitet habe. Daraufhin trat Trainer Jørn Andersen aufgrund mangelnder sportlicher Perspektive zurück. Sein Nachfolger wurde Gerald Baumgartner. Am 1. März 2016 stimmte die große Mehrheit der Gläubiger dem Sanierungsplan zu. Dadurch konnte der mit 1,4 Millionen Euro verschuldete Verein die Saison 2015/16 zu Ende spielen, musste jedoch zwangsweise in die Regionalliga absteigen. Auch sportlich wäre die Austria in dieser Saison abgestiegen, da sie nur den 9. Platz erreichte.

In der Planungsphase der Regionalliga wurde vom Verein verlautbart, dass zuerst die wirtschaftliche, danach erst die sportliche Seite berücksichtigt wird. Daraufhin trat Trainer Gerald Baumgartner zurück und Dietmar Emich übernahm das Training. Anfang Juli 2016 bestand der Kader für die Regionalliga erst aus fünf Spielern.

Der drohende Konkurs war also im Frühjahr 2016 vorerst abgewendet worden. Im Mai 2017 betrugen die vorwiegend wegen des Um- und Ausbaus des Stadions angehäuften Schulden 1,4 Millionen Euro. Im Mai stand der SVAS wegen Lizenzverstößen vorzeitig als Absteiger fest. Wirtschaftlich wollte sich der Verein in der Westliga rehabilitieren. Dem sportlichen Abstieg drohte im Mai 2017 der endgültige finanzielle Kollaps. Bis zum 24. Mai 2017 musste der Verein 150.000 Euro aufbringen, sonst wäre "Austria Neu" Geschichte gewesen. Durch Spenden und Darlehen gelang es, die finanzielle Lücke zu schließen.

Mit dem neuen Trainer Markus Schneidhofer trat die Austria im Herbst 2017 in der Salzburger Liga an.

Trainer

In der Saison 2007/08 kam es im Frühjahr 2008 zum ersten Trainerwechsel, Gustav "Gustl" Kofler legte sein Traineramt zurück, Gerhard Stöger übernahm als Interimstrainer und führte die Mannschaft in die 2. Landesliga Nord. Im Sommer 2008 wurde Miroslav Bojceski als neuer Trainer präsentiert, der jedoch nach der Herbstsaison als Cheftrainer zum SV Grödig auf eigenen Wunsch wechselte. Im Jänner 2009 wurde Dietmar Emich durch Sportdirektor Gerhard Stöger zum Nachfolger auf der Trainerposition bestellt, der in seiner ersten Trainerstation gleich den Aufstieg in die 1. Landesliga erreichen konnte. Dietmar Emich gelang auch in der Saison 2009/10 der Meistertitel, damit verbunden auch der Aufstieg in die Regionalliga West, wo in der ersten Saison bereits ein sehr guter 5. Platz belegt werden konnte.

In der zweiten Regionalliga-Saison (2011/12) legte Dietmar Emich sein Traineramt, nach dem Heimspiel gegen die SC Altach Amateure (0:4), zurück. Für die restlichen Spiele der Herbstsaion 2011 übernahm Sportdirektor Gerhard Stöger als Interimstrainer das Traineramt und verpflichtete Thomas Hofer (USK Anif) für das Frühjahr 2012. Thomas Hofer konnte in der folgenden Saison (2012/13) den Vizemeistertitel der Regionalliga West hinter dem FC Liefering erreichen, womit er auch sein Trainerengagement beim Verein beendete.

Ihm folgte für die Saison 2013/14 Miroslav Polak, der bei seiner Trainer-Rückkehr in Violett gleich den Meistertitel erreichen konnte. Der Aufstieg gelang ihm jedoch nicht, da man in der Relegation für die "Erste Liga" gegen den FAC (Floridsdorfer Athletic-Club) scheiterte, zusätzlich konnte man sich auf eine weitere Zusammenarbeit nicht einigen. Nach Miroslav Polak verpflichtete Sportdirektor Gerhard Stöger den Steirer Klaus Schmidt, der nach dem Herbstmeistertitel 2014 vom FC Wacker Innsbruck abgeworben wurde, in der Winterpause dorthin auch wechselte.

Am 2. Jänner 2015 konnte der Club mit dem ehemaligen ersten ausländischen Torschützenkönig der deutschen Bundesliga, Jørn Andersen, einen prominenten Namen als neuen Cheftrainer präsentieren. Unter dem gebürtigen Norweger blieb die Austria im Frühjahr 2015 ungeschlagen und fixierte mit einem 1:0 in der vorletzten Runde gegen den FC Kitzbühel den Aufstieg in die Erste Liga. Die Lizenz bekam Austria Salzburg erst in der zweiten Instanz erteilt, da die Erfordernisse an das Stadion bzw. das Ausweichstadion anfangs noch nicht ausgereicht hatten.

Nach einer finanziell und sportlich sehr schwierigen Herbstsaison 2015 folgte Gerald Baumgartner dem Duo Jørn Andersen/Gerhard Stöger, der deren Tätigkeiten in einer "Personalunion" übernahm. Nach dem Abstieg übernahm Didi Emich ab Sommer 2016 das Traineramt. Als der Club im Frühjahr 2017 in die Abstiegszone rutschte, reagierte die Führung mit einem Trainerwechsel, es übernahm der bisherige 1b-Coach Atilla Piskin. Er blieb ohne Erfolg, in der Salzburger Liga übernahm im Sommer 2017 Markus Schneidhofer. Er wurde am Ende der Herbstsaison durch Christian Schaider abgelöst, der als Co-Trainer unter Thomas Hofer bereits bei den Violetten gearbeitet hatte.

Aufstieg in den Profifußball

Für die Premierensaison in der Erste Liga konnte sich der Verein mit bundesligaerfahrenen Spielern verstärken. Der klingendste Name unter den Neuverpflichtungen war Ex-Red-Bull-Salzburg-Spieler Somen Tchoyi, aber auch der Deutschland-Legionär Leonhard Kaufmann oder Haris Bukva kamen von arrivierten Vereinen. Die Geschäftsstelle des Clubs übersiedelte ins Zentrum Herrnau, wo auch ein Fanshop eröffnet wurde. Obmann Walter Windischbauer erklärte im August 2015 aus gesundheitlichen Gründen seinen Rücktritt.

Stadiontechnisch begann man die Saison im Ausweichstadion in Schwanenstadt, da die eigene Heimstätte in Maxglan noch nicht den Anforderungen entsprach und sich noch in Umbau befand. Ende August untersagte die Bezirkshauptmannschaft Vöcklabruck als zuständige Behörde die als Risikospiel eingestufte Partie gegen Wacker Innsbruck, obwohl dieselbe Behörde noch im Frühjahr im Rahmen der Lizenzierung ihr Okay für eben solche Spiele gegeben hatte. Die Salzburger hätten nur für das Spiel innerhalb kürzester Zeit einen Gästesektor für 1 000 Zuschauer und zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen errichten müssen. Als Kompromisslösung fand das Spiel in Schwanenstadt dann vor leeren Rängen statt. Am 15. September verlor die Austria ihre Heimpremiere im ausgebauten Stadion in Maxglan gegen den Kapfenberger SV. Nachdem das Ausweichstadion in Schwanenstadt nicht mehr zur Verfügung stand begann ein wochenlanges Tauziehen um ein neues Ausweichstadion für die weiteren Risikospiele gegen LASK und Wacker Innsbruck. Da man nicht fündig wurde musste das Spiel gegen den LASK verschoben werden, bevor sich schließlich Erste-Liga Konkurrent FAC bereit erklärte, sein Stadion in Wien-Floridsdorf zur Verfügung zu stellen.

Insolvenz und Wiederabstieg

Nach einer sportlich durchwachsenen Herbstsaison, die Austria befand sich inzwischen auf einem Abstiegsplatz, stellte sich heraus, dass der Verein auch riesige finanzielle Probleme (Schulden von rund 1,4 Millionen Euro) bekommen hat, welche sich zum einen aus unkalkulierten Kosten beim Stadionausbau in Maxglan ergaben, welcher von der Stadt mit knapp einer Million Euro subventioniert wurde. Zum anderen schlugen sich die Umbauten und Stadionmieten an den Ausweichquartieren zu Buche. Kurz vor Ende der Herbstsaison wurde der Verein wegen Nichterfüllung eines A-Kriteriums (ständige Verfügbarkeit einer zugelassenen Spielstätte) von der Bundesliga mit einer Strafe von 40.000 Euro und dem Abzug von sechs Punkten belegt. Am 30. November stellte die Austria am Landesgericht Salzburg den Antrag auf Eröffnung eines Sanierungsverfahrens ohne Eigenverwaltung (Ausgleich), was gleichbedeutend mit dem Fixabstieg aus dem Profifußball mit Saisonende war. Trainer Jørn Andersen löste daraufhin mangels weiterer sportlicher Perspektiven seinen Vertrag einvernehmlich auf, ebenso Co-Trainer Alexander Schriebl und auch Sportdirektor Gerhard Stöger, der den Verein wieder sportlich von der letzten Leistungsstufe in den Profifußball geführt hatte. Am 18. Dezember stellte der Verein Gerald Baumgartner als neuen Sportchef und Trainer vor. Nach zwei Verhandlungsrunden im Insolvenzverfahren mit den Gläubigern stimmten diese am 1. März 2016 dem vorgelegtem Sanierungskonzept zu. Der Konkurs konnte abgewendet werden und der Spielbetrieb konnte fortgesetzt werden.

Zu Beginn der Saison 2016/17 startete man wieder in der Regionalliga West. Der Kader wurde zu Gunsten des Sparkurses radikal umgebaut, lediglich fünf Spieler blieben aus dem Bundesligakader erhalten. Trainer Gerald Baumgartner wurde durch Didi Emich ersetzt. Eine Phase der Erfolglosigkeit ab Mitte der Herbstsaison 2016 ließ den Club in der Tabelle immer weiter zurückrutschen. Auch ein Trainerwechsel zu Atilla Piskin brachte keine Wende mehr, am Ende der Saison stand der Abstieg in die Salzburger Liga fest.

Erfolge

Aktueller Kader

Nr. Name Nation Geburtsdatum Letzter Verein
Tor
1 Stefan Ebner AUT 15.09.1986 USK Anif
22 Stefan Nöhmer AUT 01.10.1998 SV Gmunden
33 Fabian Bauer AUT 05.10. Austria Salzburg 1b
Abwehr
2 Sylvester Heuberger AUT 19.04.1994 Austria Salzburg 1b
8 Benjamin Toth HUN 24.01.1995 Honved Budapest II
12 Péter Fabián HUN 16.07.1995 SV Wals-Grünau
15 Udo Oberauer AUT 08.11.1997 USK Anif
28 Támás Fabián HUN 16.07.1995 SV Wals-Grünau
24 Goran Roksandić CRO FC Hammerau
Mittelfeld
4 Raphael Reifeltshammer AUT 30.01.1987 TSV Neumarkt
5 Daniel Mair AUT 08.03.1991 SV Wallern
6 Dominik Borozni AUT SV St. Pantaleon
11 Kubilay Öztürk TUR 12.04.1997 Austria Salzburg 1b
17 Hans-Peter Schnitzer AUT 26.03.1998 SV Grödig
20 Leon Marojevic CRO 07.02.1999 Austria Salzburg 1b
21 Nicholas Mayer AUT 13.09.1989 BNZ Salzburg
19 Ernst Öbster AUT 17.03.1984 LASK
25 Safet Ikanovic AUT 29.09.1993 ATSV Schneegattern
Angriff
7 Ebrima Ndure GAM 02.02.1993 ASD Real Unione
13 Alexander Schwaighofer AUT 28.12.1998 Austria Salzburg 1b
18 Damir Borozni CRO 02.09.1982 ATSV Schneegattern
23 Danis Rekic AUT 10.10.1992 1. Oberndorfer SK 1920
27 Christoph Hütter AUT 25.02.1995 SAK 1914

Vereinsstruktur

Vorstand

Name Funktion
vakant Vorstandsvorsitzender
Alexander Hütter stv. Vorsitzender, Geschäftsführender Vorstand
Bernhard Dohmen Kassier
Jürgen Bell stv. Kassier
Dr. Peter Hörschinger Schriftführer
Christian Steiner Vorstandsbeirat
Christian Schiefauer Vorstandsbeirat
Fred Kenbacher Vorstandsbeirat

Sektion

Name Funktion
Christian Schaider Sportlicher Leiter
Atilla Piskin Co-Trainer
Christian Schaider Trainer
Herbert Rettensteiner Torwarttrainer
Peter Unterweger U21/1b-Trainer
David Steger Physiotherapeut

Spielstätten

Trainer

Bilder

 Sportverein Austria Salzburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien auf Wikimedia Commons

Weblinks

Quellen

  • Homepage des Vereins
  • Salzburger Nachrichten, unter anderem die Ausgabe vom 17. Februar 2016 sowie vom 24. Mai 2017