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Franz Karl Ginzkey

Franz Karl Ginzkey (* 8. September 1871 in Pola, Kronland Küstenland, Istrien; † 11. April 1963 in Wien) war ein österreichischer Offizier und Schriftsteller.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Ginzkey war bereits als junger Offizier in Salzburg beim Rainer-Regiment, anschließend in Wien stationiert. 1920 trat er aus dem Militärdienst aus und wurde freier Schriftsteller. Als solcher lebte er unter anderem auch wieder in Salzburg. 1924 wurde Ginzkey ins Kuratorium der Salzburger Festspiele gewählt. Ab 1925 führten ihn Kuraufenthalte regelmäßig nach Bad Gastein. In den frühen 1920er-Jahren wurde Ginzkey Präsident der Salzburger literarischen Gesellschaft, als solcher ein Freund von Stefan Zweig und Mentor des jungen Karl Heinrich Waggerl.

Ginzkey und der Nationalsozialismus

Von 1934 bis 1938 war er Mitglied des Staatsrates in der Regierung Kurt Schuschniggs sowie Juror bei der Verleihung des Österreichischen Staatspreises als damals eigens geschaffene Auszeichnung für Künstler des Ständestaats. Er verleugnete seine völkisch-nationale Gesinnung nicht. Er lässt sich unter die "Brückenbauer" zwischen Austrofaschismus und Nationalsozialismus einordnen.

Der Autor war Mitglied im "NS-Kampfbund für Deutsche Kultur"und ab 1936 im "Bund deutscher Schriftsteller Österreichs". 1938 schrieb er einen Beitrag im nationalsozialistischen Bekenntnisbuch österreichischer Dichter. Ende 1941 wurde er Mitglied der NSDAP und erhielt den Ehrenring der Stadt Wien.[1]

Ehrungen

1956 wurde er mit dem Wappenring der Stadt Salzburg ausgezeichnet. Außerdem erhielt er unter anderem 1957 den Großen Österreichischen Staatspreis und das Österreichische Ehrenzeichen für Wissenschaft und Kunst.

Die Stadt Salzburg hat nach ihm den Ginzkey-Platz in der Alpensiedlung benannt.

Werke mit Salzburgbezug

  • Jakobus und die Frauen (1908)
  • Der seltsame Soldat (1925)
  • Terzinen zum Jedermann (1930)
  • Das Antlitz Salzburgs (1933)
  • Salzburg und das Salzkammergut (1934)
  • Prinz Tunora (1934)
  • Der Heimatsucher (1948)

Quelle

Fußnote